Wintersportorte in Italien fordern Hilfe aus Rom

Italiens Wintersportorte bangen um Skisaison

Mittwoch, 04. Januar 2023 | 12:08 Uhr

Temperaturen um die 15 Grad und Sonnenschein in den Weihnachtsferien: Die warmen Temperaturen und der fehlende Schneefall machen den Tourismus-Orten am Apennin in Italien zu schaffen. Wegen der überdurchschnittlich hohen Temperaturen ist keine Schneedecke zum Skifahren vorhanden und selbst die künstliche Beschneiung ist schwierig. Daher urgieren die Regionen Emilia Romagna, Toskana und Abruzzen ein Treffen mit der Regierung und bitten um Hilfe.

Die Apennin-Regionen fordern finanzielle Unterstützung zur Bewältigung eines Winters, der nach zwei Pandemiejahren erneut für den Sektor kritisch zu werden scheint. Wegen Schneemangels konnten die Skipisten in der Region Emilia Romagna bisher nicht öffnen. Im Skigebiet von Cimone am Apennin von Modena ist heute nur eine Piste für Kinder in Betrieb. Hoteliers, Liftbetreiber und Skilehrer sind wegen des Schneemangels mit massiven Absagen von Touristen konfrontiert.

“Die Regionen dürfen nicht allein gelassen werden”, sagte der Präsident der Emilia Romagna, Stefano Bonaccini. “Wir brauchen einen außerordentlichen Plan. Unsere Ortschaften haben nach der Pandemie mit einem weiteren schwarzen Moment zu kämpfen, mit Auswirkungen, die unumkehrbar sein könnten”, warnte Bonaccini.

Die betroffenen Regionen fordern Stützungsmittel von der Regierung, “um die durch diese klimatische Anomalie verursachten Schäden zumindest teilweise zu kompensieren”. Sie verlangen unter anderem Beihilfen für den Ersatz alter Beschneiungsanlagen durch solche der neuesten Generation. Diese ermöglichen es, die Beschneiung auch bei höheren Temperaturen aufrecht zu erhalten.

6.170 Kilometer Skipisten und 1.800 Skianlagen, die 14.000 Personen beschäftigen, zählt der italienische Wintertourismus. Bis vor dem coronabedingten Lockdown im März 2020 hatte jeder Italiener, der sich eine Woche Winterurlaub gönnte, durchschnittlich 785 Euro ausgegeben. Laut Experten seien die Jobs von 9.000 Saisonarbeitern und 5.000 Vollbeschäftigten gefährdet. Der Wintertourismus macht einen Anteil von elf Prozent des gesamten italienischen Fremdenverkehrs aus.

Von: apa

Kommentare

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39 Kommentare auf "Italiens Wintersportorte bangen um Skisaison"


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schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
1 Monat 3 Tage

Äh sorry ich glaube ihr habt hilfe genug bekommen 80% des umsatzes als covidhilfe. Umsatz nicht gewinn also müssten einige nun schuldenfrei sein also nicht jammern und man sieht ja die hirnverbrannten köpfe am besten meran 2000 eine 10ner gondel mit mittelstation für ei e 200meter lange piste aber das geld muss raus

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
1 Monat 3 Tage

ich habe auch so langsam das Gefühl dass Gewinne privatisiert ( also den Unternehmern) und Verluste dem Steuerzahler überlassen werden. so geht’s nicht

Paladin
Paladin
Superredner
1 Monat 3 Tage

@schwarzes Schaf: Ganz deiner Meinung. so langsam reicht es mit den Hilfen. Ich habe nicht einen cent Hilfe bekommen und werde auch in Zukunft keine bekommen. “Wintersportorte” die unterhalb von 1500m liegen zu subventionieren ist in etwa so, wie Eiswürfel in die Sahara zu exportieren, zum scheitern verurteilt.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 3 Tage

@Paladin
…es wird um Beiträge gelottert, denn ohne Touristen würden wir ja aufhausen…

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

das ist aber seit Jahrzehnten Praxis, auch schon aufgewacht?

Tata
Tata
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

@sakrihittn jo sakrihittn wennmo di net hettn, tatmo nio dowochn😏

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 3 Tage

@schwarzes Schaf: es waren 70%, nicht 80%.
Ja, auch das ist viel, aber falsche Zahlen nennen geht gar nicht!

Paladin
Paladin
Superredner
1 Monat 2 Tage

@Doolin, bei der ständigen Rede von Nachhaltigkeit, sollte man auch das Wort “Verzicht” mit rein nehmen. Jedes Jahr neue Gewinnsteigerungen und Superlativen erreichen zu wollen wird auf Dauer nicht gut gehen und kann es auch nicht, weder für uns, noch für die Umwelt. Man muss auch einfach mal als (touristischer) Betrieb zufrieden sein, wenn es keine Gewinnsteigerung gibt. Was Skitouristen anbelangt, passt alles, aber wenn dort kein Schnee fällt (und das ist bei unter 1.500 m mehr als schwierig) dann bringt es nichts zu subventionieren.

PhilGrill
PhilGrill
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Bitte keine Hilfen mehr. Das Steuergeld wäre besser aufzuwenden als Skigebiete durchzufüttern die doch keine Zukunftsaussichten haben. Solche Winter wird es in Zukunft immer öfters geben. Bei den Coronahilfen war es eine Sache, da hat der Staat mit seinen Maßnahmen ja die ganze Situation verursacht, aber warum sollte der Steuerzahler für fehlenden Schnee aufkommen? Beschneiungsanlagen sind erstens Energieverschwendung und zweiten werden die Touristen auch damit ausbleiben weil sie dann lieber in ein Gebiet fahren wo sie nicht inmitten einer Grünen Wiese Skifahren müssen.

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Der Staat hat Corona verursacht?

PhilGrill
PhilGrill
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

@ebbi der Staat hat Corona nicht verursacht, so ein Verschwörungstheoretiker bin ich nicht… aber bestimmte Maßnahmen waren, wenn man so zurückdenkt einfach nur noch bizarr und absolut sinnfrei (man darf sich nicht weiter als 500m vom Haus entfernen? Wandern gehen ist verboten? Ein Helikopter wird ausgeschickt um ein paar Tourenskier zu suchen?). Und aufgrund dieser Maßnahmen hat es in einigen Wirtschaftsbereichen eben Unterstützungsmaßnahmen gebraucht (von der Hohe her in einigen Fällen gerechtfertigt in anderen weniger). Der Staat hat den Schaden aber durch schlechte Entscheidungen verursacht. Das nennt man Schadensersatz. Das ist beim Schnee eben anders.

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

@PhilGrill Ich bin überzeugt, Sie hätten das Pandemiemaßnahmenmanagement sicherlich auf Grund vorliegender Erfahrungen so hingekriegt, dass niemand zu Schaden gekommen wäre und man die Pandemie in den Griff bekommen hätte. Im Nachhinein ist immer leicht, gscheider zu sein, sagt schon ein altes Sprichwort.

PuggaNagga
1 Monat 3 Tage

Diese Anomalien werden sofern man den Klimaexperten glauben schenkt zur Normalität. Deshalb keine Hilfen zahlen und die Liftanlagen demontieren. Die Mitarbeiter müssen sich halt neue Arbeitsplätze und Einnahmequellen suchen. Wenn die Klimaveränderung zuschlägt ist es halt anders wie gewohnt. Soll der Staat die nächsten 50 Jahre einspringen? Geld fürs Nichtstun geben?

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

👍👍 einige wollen es halt nicht einsehen, der Klimawandel ist definitiv da.

kaisernero
kaisernero
Superredner
1 Monat 3 Tage

@pugganagga…….in 50 johr gibs ins eh olle nimmer, lei mea auserwählte….wettn

OWL
OWL
Neuling
1 Monat 3 Tage

Sie sprechen hier vielleicht den springende Punkt an.
Der Hauptverurscher des Klimawandels koennte doch die abhaengige Erwerbsarbeit sein. Das Wachstum koennte an seine Grenzen gestossen sein.
Demzufolge kaeme man um ein bedingungsloses Grundeinkommen, um ganz neue Arbeitsformen, um neue Arbeitszeitmodelle nicht herum.
Der Klimawandel kann wahrscheinlich nur aufgehalten werden, wenn alle Menschen nur noch 1/3 soviel arbeiten und somit auch nur noch 1/3 soviel Produkte hergestellt werden.
In diesem Fall kaeme man um eine Art Systemwechsel nicht herum.
Geld fuers Nichtstun ist also das Gebot der Stunde.

panzat
panzat
Neuling
1 Monat 3 Tage

Bei der Wärme kann man Skifahren wohl bald vergessen. Die Touristiker werden sich etwas anderes einfallen lassen müssen. 

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

Bergsteigerdorf heißt das Zauberwort.

Vfc
Vfc
Tratscher
1 Monat 3 Tage

@Faktenchecker
naaa, Grasskifahren ist die Loesung

krokodilstraene
krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Wenn in meinem Job wegen äußeren Faktoren, die ich nicht beeinflussen kann, mal die Einnahmen zurückgehen, könnte ich zwar auch jammern und um Unterstützung aus Rom betteln… allein, mich würde man höchstens auslachen…

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Klimawandel ist angekommen und dies sind die Auswirkungen (für alle, die es immer noch leugnen).

kaisernero
kaisernero
Superredner
1 Monat 3 Tage

@ebbi…………sell tschekkn iatz olle, ober “mensch” hot relativ wenig mitn klimawondel zu tean, die reine geld und ongschtmocherei wos do zur zeit obgeat

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

@kaisernero du meinst, der Mensch hat nichts mit dem Klimawandel zu tun und alles ist nur Geld- und Angstmacherei?

elvira
elvira
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

daidai wiaviel geld wellts nou? dar tourismus isch a uf vor coronaniveau…anstott olm mear geld zu verlongen, wia wars wenn men mol aufheart olm wieder wälder fir liftanlagen zu bauen oder olm mear und greassere hotels? an dar klimaerwärmung sein mir menschn schuld, mit geld des nor wieder in sette projekte investiert wert werts nit besser

Buffalo
Buffalo
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Können sie in Rom Schnee produzieren?

Tina1
Tina1
Superredner
1 Monat 3 Tage

Wie?Hats nicht geheißen alles ist ausgebucht..😳

kaisernero
kaisernero
Superredner
1 Monat 3 Tage

@tina1……….jo, bo ins do isch guat gebucht…..in beitrog weart ober vo die apeninen gred, olls durchlesn nit lei die überschrift tinalein

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 3 Tage

@Tina1 hier geht’s um die Apenninen, wo es nicht geschneit hat und praktisch alle Lifte immer noch geschlossen sind. Ein Totalausfall.

Kinig
1 Monat 3 Tage

Hier wird ständig wegen steigender Lebenshaltungskosten geplärrt und ZU RECHT !! eine Erhöhung der Löhne und Gehälter gefordert. Aber von Was glaubt ihr Miesmacher und Neidhammel eigentlich, sollen die Saison Angestellten der Lift- und Bahnbetriebe leben, wenn die Wintersaison (teilweise) ausfällt ? 😡😡😡

OH
OH
Superredner
1 Monat 16 h

Tut mir leid, aber das Gejammer über Bezahlung der Saison -Arbeiter usw. geht mir gegen den Strich !!! Habe ich ein solches Gewerbe, muss ich mit diesem Risiko leben !!! Im Sommer am Meer gibt mir auch niemand etwas wenn es regnet !!!

sophie
sophie
Kinig
1 Monat 3 Tage

Mit Beiträgen in Millionenhöhe wird auch kein Schnee daraus, fest jammern und jedes Jahr drauf und dazu bauen, für die Arbeitslosen gibt es genüge neue Jobs, man muss nur wollen und nicht immer die Hand zum Geld und Beiträgen etteln auf halten…..

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 3 Tage

endlich mal was gscheites seit Coronagedenken 😂

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 3 Tage

Den Wintertourismus wird es über kurz oder lang nicht mehr geben, deshalb werden sich die Wintersportorte anderweitig orientieren müssen. 

Plusminus
Plusminus
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Was soll das werden, in Zukunft wird es immer wärmer, daß weiß mittlerweile jedes Kind, soll der Staat (wir Steuerzahler) dann jedes Jahr denn aussichtslos Skigebieten die Millionen nach schmeißen???

So ist das
1 Monat 3 Tage

…Die warmen Temperaturen und der fehlende Schneefall machen den Tourismus-Orten am Apennin in Italien zu schaffen…

Das nennt man Risiko, das ein Tourismus-Ort eingeht, vor allem wenn man an den Kimawandel denkt.
Schluss mit den ständigen Jammern und Rufen nach Subventionen.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Mein himmlischer Gott, das wäre eine unerträgliche Katastrophe, wenn ein paar Urlauber weniger kämen.

Pasta Madre
Pasta Madre
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Und schon plären sie wieder nach Rom,
Das sind unsere Steuergelder.
Ihr habt durch investitionen die Steuern immer abgeschrieben.

Wir brauchen keine neuen Liftanlagen mehr.
Lernt mal zu sparen und zu wirtschaften.

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Klimawandel gibt ess niccht☝️hat Tramp gesagt😇und viele andere auch

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Jawoll,
Rom soll endlich für Pulfer Schnee sorgen. 😂

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