Der Giro rollt durch Italien

Konrad auf 5. Giro-Etappe Zehnter – Battaglin siegte

Mittwoch, 09. Mai 2018 | 20:45 Uhr

Patrick Konrad präsentiert sich beim Giro d’Italia weiter in starker Verfassung. Nach seinem siebenten Platz am Vortag wurde der niederösterreichische Radprofi auf der fünften Etappe über 153 km von Agrigento nach Santa Ninfa zeitgleich mit dem italienischen Sieger Enrico Battaglin Zehnter. In der Gesamtwertung verlor Konrad einen Rang und liegt nun auf Platz zehn.

Ebenfalls flott unterwegs war sein Landsmann Georg Preidler als Etappen-25. und Gesamt-16. Felix Großschartner kam als 39. ins Ziel und belegt in der Gesamtwertung die 30. Stelle. Im Ranking gab es am Mittwoch nur minimale Verschiebungen, der Australier Rohan Dennis verteidigte das Rosa Trikot des Gesamtführenden erfolgreich.

Battaglin gewann den entscheidenden Sprint vor seinem Landsmann Giovanni Visconti und dem Portugiesen Jose Goncalves und sorgte damit für den bereits dritten einheimischen Sieg bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt. Zum Abschluss des dreitägigen Gastspiels auf Sizilien folgt am Donnerstag die erste Bergankunft. Mit der 15 Kilometer langen Schlusssteigung zum Ätna stehen die Anwärter auf den Gesamtsieg in der Pflicht.

Patrick Konrad hat sich nach einem weiteren Top-Ten-Ergebnis beim Giro d’Italia grundsätzlich zufrieden gezeigt. “Ich konzentriere mich aber auf morgen, die Ätna-Etappe wird extrem schwierig werden”, meinte der Niederösterreicher. “Letztes Jahr hatte ich leider bei dieser Etappe keinen guten Tag, daher hoffe ich, dass ich das morgen wiedergutmachen kann.”

Die Mittwoch-Etappe war von einem schweren Unfall überschattet worden. Noch vor dem Start des Teilstücks wurde ein Motorradfahrer eines Ordnungsdienstes von einem Auto überfahren. Der Mann schwebe in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher des italienischen Straßenbetreibers Anas am Mittwoch. Das Auto habe eine Absperrung durchbrochen und so den Motorradfahrer erfasst.

Ein Sprecher der Rundfahrt sagte, der Unfall habe sich vor dem Start der Etappe ereignet und sei außerhalb des Giro geschehen. In einer ersten Mitteilung hatte der Straßenbetreiber zunächst erklärt, dass der Motorradfahrer tot sei. Dies wurde aber korrigiert. Auf den Tag genau vor sieben Jahren war der Belgier Wouter Weylandt auf einer Abfahrt beim Giro ums Leben gekommen.

Von: apa

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