Bank gilt als weltweit ältestes Geldinstitut

Krisenbank Monte dei Paschi mehrheitlich in staatlicher Hand

Freitag, 11. August 2017 | 02:47 Uhr

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena ist nun de facto in staatlicher Hand. Hintergrund ist eine Kapitalspritze in Höhe von 3,85 Milliarden Euro, die bereits in der vergangenen Woche aus der Staatskasse geflossen war. Das geht es einer Mitteilung hervor, die das Geldinstitut aus der Toskana am Donnerstagabend veröffentlichte. Der Staat hält nun 53,5 Prozent an dem Geldinstitut.

Für den Vollzug war nach Angaben der Wirtschaftszeitung “Il Sole 24” noch die Erlaubnis der Europäischen Zentralbank nötig, die am Donnerstag eingetroffen sei. Bis zum Herbst könnten die Anteile des Staates an der Bank auf bis zu 70 Prozent aufgestockt werden.

Im Juli hatte die EU-Kommission einen Rettungsplan der Regierung in Rom offiziell gebilligt. Hauptproblem des Geldhauses, das als ältestes der Welt gilt, ist ein Riesenberg fauler Kredite. Kapitalstützen durch den Staat sind politisch umstritten, weil dabei das Geld der Steuerzahler in die Hand genommen wird.

Eigentlich sehen die EU-Regeln vor, dass im Falle einer Bankenkrise erst Aktionäre und Kreditgeber haften. Da in Italien aber viele Privatpersonen den Banken des Landes Geld über Anleihen geliehen haben, wollte die Regierung das vermeiden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Krisenbank Monte dei Paschi mehrheitlich in staatlicher Hand"


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Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
5 Tage 7 h

@ bern
das wär zu einfach,genau so wie beim Fliegerplätzchen und bei Alitalia bereits vor 20 Fahren, man erfindet alles um am Steuertuch zu melken ………….
man bezahlt für Sachen die dem Gemeinwohl der Gesellschaft überhaupt nichts zu tun haben.

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
5 Tage 4 h

Danke Mikeman,den Nagel auf den Kopf getroffen!👍👍👍

bern
bern
Tratscher
5 Tage 22 h

Abwickeln und Zusperren. Wer so schlecht wirtschaftet hat sein Existenzrecht als Firma verspielt.

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
5 Tage 7 h

…ist eh der Steuerzahler schon eingesprungen…

denkbar
denkbar
Superredner
5 Tage 6 h

@Bern – Besser als Bern könnte man es nicht sagen! Abwickeln und Zusperren!

traktor
traktor
Superredner
4 Tage 9 h

sofort schliessen den verein und kein steuergeld verbraten!!!

sitting bull
sitting bull
Tratscher
4 Tage 2 h

sem ischse in guate händ 😂

Lingustar
Lingustar
Tratscher
1 Tag 12 h

Der nächste Husarenstreich aus Rom….. Weil ein paar gierige Privatleute überhöht verzinste Anleihen gekauft haben, wird der Steuerzahler um Milliardenbeträge geprellt. Man sollte die eigentlichen Verbrecher in Rom sofort einsperren und die nächsten 20 Jahre nicht mehr rauslassen.
Und da wundert sich wirklich noch jemand, wenn dieses Polit-Pack in Italien und in anderen EU-Ländern zum Teufel gejagt wird, denn die sind auch dort keinen Deut besser.

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