Salah spielte die Roma schwindlig

Liverpool zerlegte Roma mit 5:2

Mittwoch, 25. April 2018 | 07:54 Uhr

Liverpool darf die erste Champions-League-Finalteilnahme nach elf Jahren Pause ins Auge fassen. Die Reds schossen die AS Roma im Halbfinal-Hinspiel am Dienstag mit 5:2 (2:0) aus dem Stadion und reisen damit mit einem Polster zum Rückspiel nach Rom. Mann des Spiels für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp war Mohamed Salah mit Toren in der 26. und 45. Minute sowie zwei Assists.

Sadio Mane (56.) und Roberto Firmino (61., 69.) erzielten die weiteren Tore für Liverpool. Die Roma konnte erst im Finish durch Edin Dzeko (81.) und Diego Perotti (85./Hands-Elfmeter) verkürzen. Die Italiener hielten die Hoffnung auf eine Wende im Rückspiel am 2. Mai im Stadio Olimpico damit aufrecht. Im zweiten Duell um das Ticket für das Endspiel in Kiew trifft im Halbfinal-Schlager am Mittwoch der FC Bayern München auf Titelverteidiger Real Madrid.

Salah wurde seinem Ruf als in dieser Saison schier unaufhaltsame Tormaschine an einem nasskalten Abend an der Anfield Road gerecht. Der Ägypter, von 2015 bis 2017 bei der Roma tätig, beweis eindrucksvoll seine Klasse als Torjäger und legte darüber hinaus das 3:0 und 4:0 auf. Liverpools Angriffstrio erwies sich als Schrecken der Roma-Verteidiger. Dabei hatten die Italiener die Partie zunächst forsch begonnen.

Trainer Eusebio di Francesco vertraute auf eine ähnliche Taktik wie beim Viertelfinal-Überraschungserfolg gegen Barcelona und hielt sein Team an, früh zu attackieren. Gegen Liverpools schnelle Spitzen liefen die Römer damit aber von Beginn an Gefahr, in Konter zu laufen. Vorerst hielt das Konzept, in der 18. Minute hatte Liverpool auch Glück. Aleksandar Kolarov zog nach einem Eckball ab, Reds-Torhüter Loris Karius war überrascht. Die Latte rettete aber für den Deutschen.

Mane hätte dann für die Hausherren vorlegen müssen. Der ehemalige Salzburg-Profi überlief bei einem Gegenstoß zunächst Fazio, schoss alleine vor Romas Schlussmann Alisson Becker aber über das Tor (28.). Die Chance wirkte wie ein Startschuss von Liverpools Offensive, während die Abwehr der Roma zunehmend ins Schwimmen geriet. Nachdem die Reds das Spielgerät im Mittelfeld erobert hatten, war erstmals Salah-Time. Englands frisch gebackener Spieler des Jahres schloss mit einem perfekten Linksschuss ins Kreuzeck ab.

Die Römer waren angeschlagen und hätten schon in den Folgeminuten das nächste Gegentor kassieren müssen. Innenverteidiger Dejan Lovren kam nach einem Eckball völlig frei zum Abschluss, traf per Kopf jedoch nur Metall. Liverpool wusste die Schwächen der Italiener dennoch noch vor Pausenpfiff auszunutzen. Aus einem Angriff der Römer wurde erneut ein englischer Gegenstoß. Firmino schickte Salah auf die Reise, der Alisson elegant überlupfte. Der 25-Jährige feierte das Tor aus Respekt für seinen Ex-Club erneut nicht.

Nach Seitenwechsel wurde es für die Römer noch bitterer. Salah auf Mane, Salah auf Firmino – Liverpools Spitzen wirbelten nach Belieben durch den Strafraum der Gäste und legten scheinbar mühelos nach. Als Firmino nach einem Eckball per Kopf noch das fünfte Tor der Roten erzielte, war Klopp an der Seitenlinie sprachlos. Der Deutsche nahm Salah schließlich vom Feld und musste sich danach noch zweimal ärgern. Dzeko schloss zunächst nach einem weiten Ball ab, ehe ein Nainggolan-Schuss die Hand von James Milner traf. Perotti verwertete den Strafraum und lässt die Römer damit weiter hoffen.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Liverpool zerlegte Roma mit 5:2"


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werner66
werner66
Superredner
27 Tage 13 h

Auffallend waren auch die Roma-Fans. Der Faschisten-Gruß ist wohl ihr Markenzeichen.

FC.Bayern
FC.Bayern
Tratscher
27 Tage 18 h

aus der Traum der Römer,
war auch nichts anderes zu erwarten ,
nicht alle Spielen so schlecht wie Barcelona …
Kloop , top Jop bis jetzt .

Surfer
Surfer
Superredner
27 Tage 7 h

Wenn Roma zu Hause 3:0 gewinnen würde…..

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
27 Tage 15 h

Wenn ein Staat wie Spanien zu solchen Mitteln greifen muss, dann schließe ich daraus, dass dieser nicht mehr im Stande ist auf Dauer zu überleben. Armes Spanien, deine Tage sind gezählt, oder es kommt ein Antifaschist an die Spitze der Mächtigen. Heute trage ich ein gelbes T-Shirt, wäre ja noch schöner.

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