Ähnlicher Grad wie in Südtirol angestrebt

Lombardei und Venetien planen Autonomie-Volksbefragungen

Freitag, 21. April 2017 | 11:10 Uhr

Der Präsident der Region Lombardei, Roberto Maroni, hat eine Autonomie-Volksbefragung im kommenden Oktober angekündigt. Sein Ziel sei es, nach der Befragung Verhandlungen mit der Regierung in Rom aufzunehmen, um die regionalen Kompetenzen auszudehnen. In der Volksbefragung sollen sich die Wähler zur Frage äußern, ob der Region “zusätzliche Formen der Autonomie” gewährt werden sollen.

Die Volksbefragung in der Lombardei könnte mit einer ähnlichen Autonomie-Volksbefragung in Venetien zusammenfallen. Die Region Venetien, die von Maronis Parteikollegen in der Lega Nord, Luca Zaia, geführt wird, hatte sich bereits im Februar für die Befragung entschieden. Zaia schlug den 22. Oktober als Datum für die Befragungen in Venetien und in der Lombardei vor.

“Angesichts der starken Autonomie in dem an uns angrenzenden Trentino-Südtirol ist Venetien objektiv in Schwierigkeiten. Wir können unseren Unternehmern und Bürgern nicht all das bieten, was unsere Nachbarn bieten können. Unser Ziel ist, dasselbe Niveau an Autonomie wie Südtirol zu erreichen”, betonte Zaia.

Mitglieder der Regierung in Rom kritisierten die Volksbefragung, die nicht verbindlich sei und die öffentlichen Kassen teuer zu stehen kommen werde. “Das ist reine Verschwendung öffentlicher Gelder”, kommentierte Landwirtschaftsminister Maurizio Martina.

Von: apa