Alitalia kostet bis zu 500 Mio. Euro

Lufthansa ist Favorit im Rennen um Alitalia

Donnerstag, 28. Dezember 2017 | 11:00 Uhr

Die deutsche Lufthansa, Konzernmutter der Austrian Airlines, ist offenbar Favorit der Regierung in Rom bei Gesprächen über den Kauf der Fluglinie Alitalia. Das Angebot der Lufthansa sei besser als jenes von Easyjet und des BAWAG-Großaktionärs Cerberus, so die Mailänder Tageszeitung “Corriere della Sera” am Donnerstag.

Im Jänner sollten laut “Corriere della Sera” die exklusiven Gespräche der Regierung mit der Lufthansa beginnen. Industrieminister Carlo Calenda hoffe, den Alitalia-Verkauf bis Februar abschließen zu können. Der Deal soll noch vor den italienischen Parlamentswahlen abgeschlossen werden, die voraussichtlich am 4. März stattfinden werden. Lufthansa gebe die besten Garantien in punkto finanzielle Stabilität, sowie im Bereich industrielle Entwicklung, so das Blatt.

Alitalia zählt derzeit 8.000 Mitarbeiter, die Lufthansa wolle aber 25 Prozent der Jobs streichen. Dies wird von der italienischen Regierung als zu radikal betrachtet. Bei einem ersten Angebot hatte Lufthansa 300 Mio. Euro als Kaufpreis für die Alitalia vorgeschlagen, was anscheinend zu wenig war. Die Regierung mache Druck, damit das Angebot auf 500 Mio. Euro erhöht werde, berichtete das Blatt.

Die italienische Regierung bemüht sich, Alitalia als Ganzes zu verkaufen und den Flugbetrieb nicht von den Bodendiensten zu trennen. Die Billigfluglinie Ryanair hatte Ende September ihr Interesse zurückgezogen.

Von: apa