Juwelier Bulgari plant bis 2022 das "schönste Hotel" in der Ewigen Stadt

Luxushotellerie investiert trotz Coronakrise in Rom

Donnerstag, 02. Juli 2020 | 13:15 Uhr

Trotz der Coronaviruskrise setzt die internationale Luxushotellerie weiterhin auf Rom. So will der Juwelier Bulgari 2022 ein Luxushotel im Zentrum Roms einweihen. “Wir wollen Roms schönstes Hotel eröffnen”, kündigte Bulgari-CEO Jean-Christophe Babin an.

Das Fünf-Sterne-Hotel soll in einem Gebäude aus den 30er-Jahren unweit der Spanischen Treppe und der Shoppingmeile Via Condotti untergebracht werden, in der Bulgari mit einer Boutique vertreten ist. 114 Zimmer und Suiten sind geplant, einige davon sollen bis zu 400 Quadratmeter groß sein.

Im Hotel soll ein Restaurant, eine Terrasse “mit atemberaubendem Ausblick” auf die Ewige Stadt, ein 1.000 Quadratmeter großes Spa und ein Swimmingpool untergebracht werden. Vorgesehen ist auch eine Bibliothek mit wertvollen Büchern über die Juwelierkunst. Eingerichtet wird das Nobelhotel nach dem Vorbild der Bulgari-Hotels in Mailand, London, Bali, Peking, Schanghai und Dubai.

In Rom wird in zwei Jahren auch das Fünf-Sterne-Hotel “Intercontinental Rome” eingeweiht. Dies kündigte die Hotelkette Intercontinental Hotel Group nach Unterzeichnung des Franchise-Abkommens mit der Westmont Hospitality Group an. Das Hotel entsteht nach dem Restyling des prunkvollen Hotels Ambasciatori Palace auf der Dolce-vita-Meile via Veneto im Herzen Roms. Das Hotel aus dem Ende des 19. Jahrhunderts war ursprünglich als Herberge für Botschafter in Rom gedacht. Von 1946 bis 1993 diente das Gebäude als Bibliothek der US-Botschaft, bevor es in Hotel umgewandelt wurde.

Auch der in Wien ansässige Immobilienentwickler MTK Development hält trotz Coronaviruskrise in Italien an seinen Rom-Plänen fest. Die Gesellschaft im Eigentum der deutschen Investoren Delf Stüven und Tilmar Hansen hatte im Herbst ein Abkommen mit den Italienischen Staatsbahnen (FS) für den Erwerb eines Geländes unweit des Bahnhofes Rom Tiburtina abgeschlossen. Hier soll Italiens erstes Hotel der deutschen Hotelkette Steigenberger entstehen.

Geplant ist ein Vier-Sterne-Hotel der Marke “InterCity”. Das Hotel mit circa 310 Zimmern planen die italienischen Architekten Luciano Parenti und Paolo Desideri. Die bebaubare Fläche beträgt circa 12.000 Quadratmeter. Vorgesehen ist auch die Errichtung einer Garage. Für die Einrichtung des Hotels wird der Südtiroler Architekt Matteo Thun zuständig sein. Die Arbeiten auf dem Gelände beginnen im September. MTK hatte vor einem Jahr einen Komplex aus vier Hotelstrukturen direkt am Bahnhof von Mestre eröffnet.

Von: apa