Hotel Excelsior am Lido in Venedig nur noch auf Rang zwei

Luxusstrände in Italien – Toskana und Venedig am teuersten

Samstag, 22. Juli 2017 | 13:07 Uhr

Das Tourismusland Italien erlebt einen Boom und die Kosten für den Eintritt in die exklusivsten Strandanlagen des Stiefelstaates steigen. Am teuersten sind Badeanlagen in der Toskana und in Venedig, ergab eine Untersuchung des Konsumentenschutzverbands Codacons. Bis zu 1.000 Euro pro Tag gibt man etwa in der Luxus-Badeanstalt Twiga im der toskanischen Nobelortschaft Marina di Pietrasanta aus.

Hier kann man einen exklusiven Pavillon mit direktem Zugang zum Meer für bis zu sechs Personen mit Fernseher, Musik und W-LAN mieten. Marina di Pietrasanta verdrängte damit den eleganten Lido von Venedig auf den zweiten Platz im Ranking der Ortschaften mit den teuersten Badeanstalten. Das Hotel Excelsior vermietet exklusive Strandhütten mit Liegen in bester Lage für 410 Euro pro Tag. Im vergangenen Jahr lag der Preis noch bei 355 Euro, hielt Codacons fest.

Auf Platz drei landete das Ferienparadies Porto Cervo an Sardiniens Costa Smeralda. Für einen Sonnenschirm, zwei Liegen und Zugang zum Swimmingpool und Parkplatz zahlt man im Hotel Romazzino 400 Euro.

“Aus unserer Studie gehen klar die sozialen Ungleichheiten in Italien hervor. Einerseits wächst die Zahl der Italiener, die sich wegen finanzieller Probleme keinen Urlaub leisten können. Andererseits haben die Preise von Luxus-Strandanlagen ein Rekordhoch erreicht”, kommentierte Codacons-Präsident Carlo Rienzi.

In Italien hat die Qualität der Badeanlagen in den vergangenen Jahren zugenommen. Sie bieten weit mehr als nur Sonnenschirme und Liegen an, sondern setzen auch stark auf Unterhaltung, Fitness und Gourmet-Speisen. Die bei österreichischen Touristen beliebte Adria-Badeortschaft Jesolo bei Venedig investierte in selbstöffnende Sonnenschirme, die mit Sonnenenergie funktionieren. Nach einer Testphase mit 400 Schirmen im vergangenen Jahr rüstete die Badeanstalt “Manzoni” jetzt alle 2.000 Stück darauf um. Weitere Strandanlagen in Jesolo dürften ebenfalls bald auf die neue Technik setzen.

Von: apa