Asti: Mord wegen 800 Euro

Mann in Geldnot rastet aus – 45 Messerstiche

Samstag, 25. Juli 2015 | 16:55 Uhr

Asti – Ein 46-jähriger Lagerarbeiter, der bislang keine Vorstrafen hat, befindet sich im Gefängnis in Asti im Piemont. Gestern hat er den Mord an Maria Luisa Fassi, der Inhaberin einer Tabaktrafik in Asti, gestanden. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, wollte der Mann Geld im Wert von 800 Euro entwenden. Doch bei dem Raubüberfall habe er die Kontrolle verloren, erklärte der Mann den Ermittlern.

Der Mann hat der Frau ein Messer 45 Mal in den Körper gerammt. Von der Tatwaffe fehlt nach wie vor jede Spur. Der Vorfall hat sich bereits am 4. Juli ereignet. Er wisse nicht, warum er die 55-Jährige getötet hat, meinte der Mann im Verlauf des Verhörs.

Feststeht, dass sich der Mann in einer schwierigen finanziellen Situation befindet. Nach gründlichen Ermittlungen wurde er von den Carabinieri ausgeforscht und festgenommen. Der geständige Mann sei verzweifelt gewesen, erklärten die Ordnungshüter.

Der Mann war bereits vor einigen Tagen vernommen worden, weil sein Wagen in der Nähe der Trafik auf den Bildern von Überwachungskameras aufschien. Als ihn die Carabinieri fragten, ob er sich zum Tatzeitpunkt in der Nähe der Trafik aufhielt, verneinte er dies und erregte somit den Verdacht der Ordnungshüter.

Laut eigener Darstellung habe er gegen 7.00 Uhr am Morgen mit dem Küchenmesser die Trafik betreten und sei dann ausgerastet. Das Messer habe er in der Peripherie von Asti weggeworfen. Seien Kleider habe er nach der Tat verbrannt. Der Mann bleibt weiter in Haft.

Von: ©mk