Ein Bergsteiger gilt noch noch vermisst

Marmolata: Weitere menschliche Überreste entdeckt

Freitag, 08. Juli 2022 | 13:16 Uhr

Canazei – Auf der Marmolata haben die Suchmannschaften nach dem gewaltigen Eissturz weitere menschliche Überreste und Bergausrüstung in den Gesteinsmassen gesichtet.

Nach einem Briefing sind die Einsatzkräfte um 5.00 Uhr in der Früh ausgerückt: Die Suche konzentriert sich vor allem auf den Fuß des Schuttkegels unterhalb der Abbruchsstelle.

Hubschrauber kreisten über dem Gebiet, und die Abbruchstelle ist mit Radargeräten bestückt worden, die kleinste Bewegungen melden. Auch Hundestaffeln kamen zum Einsatz.

In der Nacht sind die Temperaturen am Gletscher unter null Grad gesunken. Die Gefahr, dass sich weiteres Eis löst, war damit geringer. Die Suchaktion direkt am Schuttkegel wurde bis 9.30 Uhr am Vormittag fortgesetzt.

Unterdessen werden am heutigen Abend die ersten Ergebnisse der DNA-Proben von Opfern erwartet, die noch nicht identifiziert werden konnten. Ein Bergsteiger gilt noch noch vermisst.

Unterstützt werden die Suchmannschaften von der Freiwilligen Feuerwehr im Fassatal, aber auch von Drohnenpiloten. Einige von ihnen stammen aus Südtirol.

Der Freiwilligen Feuerwehr im Fassatal wurde die heikle Aufgabe übertragen, menschliche Überreste, die derzeit in der Eishalle in Canazei aufbewahrt werden, zusammen zu setzen, um eine Identifizierung zu ermöglichen. Auch logistische Unterstützung bietet die Feuerwehr an – etwa bei der Ausleuchtung des Suchgebiets.

„Das ist nicht nur für dieses Gebiet eine Wunde, sondern für ganz Italien, Diese Tragödie verlangt die Erforschung unseres Gewissens“, erklärte Senatspräsidentin Elisabetta Casellati. Sie hat am Donnerstag der Einsatzzentrale in Canazei einen Besuch abgestattet. Italien sei wunderschön, aber auch zerbrechlich.

„94 Prozent der Gemeinden droht Wasserknappheit. Wir müssen mehr in Prävention investieren und mehr Ressourcen für unser Territorium einsetzen, indem man sich mit den Regionen und lokalen Körperschaften abspricht und ein Monitoring einsetzt“, erklärte Casellati. Man müsse mehr investieren, denn das Land benötige einen „Schutzhelm“.

Von: mk

Kommentare

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4 Kommentare auf "Marmolata: Weitere menschliche Überreste entdeckt"


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Faktenchecker
1 Monat 5 Tage

Ich hoffe der Bruch wird zum Friedhof erklärt.

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 5 Tage

Soo DRAMATISCH

Allen Beteiligten der Bergrettung ein grosses Danke für den Einsatz.
Wie kann mann sowas verkraften.

Diejenige die es überlebt haben, gute Genehsung.

Den Hinterbliebenen der Verstorbenen (rip), viel Kraft dies zu überwinden.

Die NATUR wehrt sich immer wieder, was der Mensch zerstört hat. 🙈 ☹😓

Gustl64
Gustl64
Superredner
1 Monat 5 Tage

Was soll da der Mensch zerstört haben. Gletscherabbrüche und Bergstürze gab es immer schon.

Staenkerer
1 Monat 5 Tage
de natur verändert sich ständig, sell hot se sich seit jeher, a de berge und a de gletscher des zoan decht de muränenhügel, stoanlommern, felsn de auf olmen, bergmader ummerliegn und de findlinge de ummerlieg und sell seit johrhunderte, johrtausende!sicher isch es worm und permafrost taut und beschleunigs jetz und do heitzutoge olles viel intensiver wir früher von mensch genutzt werd heit stört jeder fels der obbricht, jede lahn de obgeat, jeder stoanschlog in irgend a weiße den nutzraum der mensch und fordert a opfer, no vor a poor hundert johr hot so a ereignis nit solche schadne an hab… Weiterlesen »
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