Pier Antonio Panzeri soll bereits 2019 rekrutiert worden sein

Marokkos Rolle im EU-Korruptionsskandal größer als gedacht

Donnerstag, 29. Dezember 2022 | 08:54 Uhr

Marokko hat einem Medienbericht zufolge im Bestechungs- und Korruptionsskandal im EU-Parlament eine größere Rolle gespielt als bisher bekannt. Wie der “Spiegel” mit Verweis auf vertrauliche Ermittlungsdokumente berichtet, war auch der marokkanische Auslandsgeheimdienst DGED auf höchster Ebene an der Beeinflussung von Europaabgeordneten beteiligt. Ziel sei es gewesen, die sozialdemokratische Fraktion im EU-Parlament zu beeinflussen.

Demnach soll der DGED bereits 2019 die beiden italienischen Europaabgeordneten Pier Antonio Panzeri und Andrea Cozzolino sowie Francesco Giorgi, parlamentarischer Mitarbeiter und Lebensgefährte der abgesetzten Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Eva Kaili, rekrutiert haben. Laut “Spiegel” war Abderrahim Atmun, derzeit Marokkos Botschafter in Polen, für die Führung des Trios zuständig.

Außerdem sollen die drei Italiener direkten Kontakt zum Generaldirektor des Geheimdienstes, Mohamed Yassine Mansouri, gehabt haben. Das Nachrichtenmagazin zitiert belgische Regierungskreise, wonach Marokko sich zuletzt bei Themen wie Fischereirechten und der größtenteils von Rabat kontrollierten Westsahara engagiert zeigte.

Panzeri, Kaili und Giorgi sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Ihnen werden “kriminelle Vereinigung, Korruption und Geldwäsche” vorgeworfen. Das Golfemirat Katar soll versucht haben, die Politik der Europäischen Union zu beeinflussen. Katar bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Von: APA/AFP

Kommentare

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11 Kommentare auf "Marokkos Rolle im EU-Korruptionsskandal größer als gedacht"


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Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 3 Tage

…laufen tut des alls über Italiener…

Dagobert
Dagobert
Kinig
1 Monat 2 Tage

Doolin
Die Herrschaften werdn schun gwisst hobm, wiesou sie sich an ita. Parlamentarier wenden miessn!

Hustinettenbaer
1 Monat 2 Tage

… nicht nur italienische faule Äpfel. Oder Spezialdemokraten.
Es gab von der EU-Linksfraktion einen Änderungsantrag (auch Marokko als “Einflussnehmer” zu benennen) für eine Resolution (in der “nur” Katar genannt wurde).
Gegen den Änderungsantrag stimmte die “konservative Europäische Volkspartei, inklusive aller anwesenden deutschen Christdemokraten… Die Grünen stimmten geschlossen dafür, Liberale und Sozialdemokraten mehrheitlich dagegen.”

Besser kann der Staatsanwaltschaft keine Fährte gelegt werden.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_100103484/eu-korruptionsskandal-marokko-soll-eu-abgeordnete-bestochen-haben.html

Staenkerer
1 Monat 2 Tage

jo, wenn man mit geld lockt ….
de sein woll lei de spitzen von den korrupiontsberg der no untern wüstensond lig … und nit lei unterm wüstensond!

pingoballino1955
pingoballino1955
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

a unter dr Südtiroler Schneadeck gibs Korruption zu hauf.

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

.. leider sieht man mal wieder, wie italienische Politiker sich sogar von einem Land wie Marokko kaufen lassen…. die betroffenen Parlametarier sofort aus dem EU-Parlament werfen wäre das Mindeste ….. 

Staenkerer
1 Monat 2 Tage

wenn genua seriöse, geldresistente politunwärter ummer warn müßte man woll olle EUpitiker und olle de dort mitmischen austauschn!

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
1 Monat 2 Tage

Empfehle ” Sonneborn im EU Parlament” .
Ein kleiner Einblick in den Wahnsinn.

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 2 Tage

Logisch, die Südländer sein schließlich und endlich Weltmeister in Korruption!

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
30 Tage 21 h

Süd Tirol ist auch im Süden.

Savonarola
1 Monat 2 Tage

für die Marokkaner ist alles ein Bazar 🤭

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