Hadid, die "Königin der Kurven"

MAXXI-Museum in Rom ehrt Zaha Hadid und Yona Friedman

Freitag, 23. Juni 2017 | 08:18 Uhr

Ein “Fest der Architektur” feiert Rom mit einer Doppel-Ausstellung im MAXXI-Museum zu Ehren der Architekten Zaha Hadid und Yona Friedman. Die “Königin der Kurven”, wie die visionäre Hadid genannt wurde, und der Prophet der “mobilen Architektur” Friedman sind die Protagonisten von zwei Schauen, die am Freitag eröffnet wurden und zur Sommerattraktion im kulturellen Rom werden sollen.

Die Beziehung zwischen Hadid und Italien wird bei der Schau im nationalen Museum für die Künste des 21. Jahrhunderts (MAXXI) beleuchtet, das von Hadid entworfen wurde und als eines ihrer Meisterwerke gilt. “Zaha Hadid und Italien” lautet der Titel der bis zum 14. Jänner 2018 laufenden Ausstellung. Sie wurde in Rom von Giovanna Melandri, Präsidentin des MAXXI, vorgestellt, die lange mit der im März 2016 an einem Herzinfarkt verstorbenen Architektin zusammengearbeitet hat.

“Ich empfinde viel Wehmut, eine Ausstellung über Zaha Hadid ohne sie zu eröffnen. Ich fühle all die Verantwortung, über diese Königin der Weltarchitektur zu erzählen, die von der italienischen Kultur besonders fasziniert war”, berichtete die Ex-Kulturministerin Melandri. Zaha Hadid sei vor allem vom römischen Barock mit seinen spektakulären Kurven und seinem Prunk fasziniert gewesen – Elemente, die auch im MAXXI klar zum Ausdruck kommen.

Die Ausstellung beleuchtet die italienischen Projekte der Architektin, unter anderen das Messner Mountain Museum Corones auf dem Berg Kronplatz in Südtirol auf 2.275 Metern Höhe, das Hochhaus City Life in Mailand und der vor wenigen Tagen eingeweihte Bahnhofterminal in Neapel. Die Schau wurde mit Beiträgen von Hadids Architekturstudio und der Zaha Hadid-Stiftung konzipiert.

Zu sehen sind unter anderem Skizzen, Zeichnungen, Entwürfe sowie Bilder und Videos der größten Projekte, die Zaha Hadid in Italien realisieren konnte. Dabei wird auch auf neue Technologien gesetzt, die Hadids pionierhafte Planungsarbeit bezeugen.

Neben der Zaha Hadid-Ausstellung wurde im MAXXI dieser Tage auch eine Schau zu Ehren Yona Friedmans eröffnet. Der 1923 in Budapest geborene Friedman, der seit 1966 französischer Staatsbürger ist, gilt als Protagonist der utopistischen Baukunst und der Avantgarde der 60er Jahre. Im Manifest “L’Architecture Mobile” von 1956 und dem Konzept für “La Ville Spatiale” (1958/62) legte er seine vor allem sozial motivierten Gedanken zur Architektur nieder. Grundgedanke seiner Bauwerke sind maximale Gestaltungsmöglichkeiten für die Benutzer. So entwarf Friedman vor allem flexible Modulsysteme, die wenig Platz brauchen, und die im MAXXI-Museum jetzt gezeigt werden. Die Schau zu Ehren Friedmans ist in Rom vom heutigen Freitag bis zum 29. Oktober zu besichtigen.

Von: apa

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3 Kommentare auf "MAXXI-Museum in Rom ehrt Zaha Hadid und Yona Friedman"


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brunecka
brunecka
Tratscher
1 Monat 4 Tage

anstott des gonze geld ausnziwerfn warat gscheida des geld im bauwesen zi investieren und wohnungen für südtiroler familien zi bauen (wobi)!

Marta
Marta
Superredner
1 Monat 3 Tage

isch des a Südtirolerin??!!

Tabernakel
1 Monat 3 Tage

Denkst Du die sehen alle so aus? https://youtu.be/LEHnIiynC7I

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