"Äußerst gefährlich"

Nach Horror-Lawine und Sperre: Dennoch Schaulustige am Berg

Dienstag, 05. Juli 2022 | 15:19 Uhr

Canazei – Der verheerende Gletscherbruch an der Marmolata hat weit über Norditalien hinaus für Bestürzung gesorgt. Sieben Todesopfer und acht Verletzte lautet die vorläufige Bilanz des Unglücks. Die Wahrscheinlichkeit, die Vermissten noch retten zu können, ist laut den Einsatzkräften äußerst gering. Dennoch wird die Hoffnung nicht aufgegeben, jemanden lebend aus den Eismassen zu bergen. Mit Drohnen und Hubschraubern wird das Gelände abgesucht.

Von den tragischen Ereignissen gänzlich unbeeindruckt scheinen einige Wanderer und Schaulustige zu sein. Trotz Berg-Sperre begaben sich einige von ihnen zur Unglücksstelle.

Der Zugang zur Marmolata-Spitze ist Touristen verboten, wie der Bürgermeister der Ortschaft Canazei, Giovanni Bernard mitteilte. Die Seilbahn, die Touristen auf der Spitze Punta Rocca auf 3.265 Meter führte, wurde stillgelegt. Diese führte Touristen vom Berghang in der Provinz Belluno in zwölf Minuten auf die Bergspitze. Trotz des Verbots seien am Dienstag Bergsteiger unterwegs, darunter Schaulustige, die den Unglücksort sehen wollten. Wegen der Gefahr weiterer Schneeeinbrüche sei dies gefährlich, warnten die Behörden. “Der Berg wir lang nicht mehr zugänglich sein”, betonte Fausto Zambelli, Sprecher der Feuerwehr.

Auf Erdrutsche spezialisierte Techniker erklimmen die Marmolata, um Radare zu installieren, die in der Lage sind, sehr schnelle Bewegungen, wie Lawinen, und langsamere, wie Erdrutsche, zu erkennen. Die Spezialisten werden von Nicola Casagli, Professor für angewandte Geologie an der Universität Florenz, angeleitet. Laut Casagli sei die Katastrophe “auf den anomalen Temperaturanstieg zurückzuführen, ein Ereignis, das nicht jeden Tag eintritt und nicht leicht vorherzusagen ist”.

Von: luk

Kommentare

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10 Kommentare auf "Nach Horror-Lawine und Sperre: Dennoch Schaulustige am Berg"


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falschauer
1 Monat 12 Tage

die üblichen gaffer, bringen sich selbst in gefahr und behindern womöglich die rettungsmannschaften

Kinig
1 Monat 12 Tage

Ich würde den Gaffern eine saftige Strafe ausstellen. Das Gebiet wurde ja gesperrt, um die Rettungskräfte nicht bei der Arbeit zu behindern…….

Einsiedlerin
Einsiedlerin
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

Mal abgesehen davon, daß es dort im Augenblick äußerst gefährlich ist und die Schaulustigen die Arbeit der Einsatzkräfte behindern, wundere ich mich über die Pietätlosigkeit mancher Menschen den Verunfallten und Toten gegenüber.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 12 Tage

Einsiedler Die jetzt noch gehn müssen …die Leute Sind unmöglich.

doco
doco
Tratscher
1 Monat 12 Tage

das beste Beispiel war im Winter der Pragser Wildsee trozt Verbot ging man auf die Eisfläche und brach ein einfach nur Unvernunft und alles egal.

Evi
Evi
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

und in Gefahr bringen sie damit auch die Rettungskräfte.

ahjo
ahjo
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

I lossat die gaffer oanfoch oben und wenn ihnen eppas possiert oanfoch lossen. Sein jo selber bled

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 12 Tage

Kaum zu glauben, dass es so pietätlose Idioten gibt!

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Typisch für einige Berggeher. Gehen ja auch im Winter bei höchster Lawinenwahrstufe auf den Berg……also nix neues!

prontielefonti
prontielefonti
Superredner
1 Monat 12 Tage

🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️

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