Einige Mio. Euro für archäologischen Ausgrabungen werden benötigt

Neues Pompeji in Rom, aber kein Geld für Ausgrabungen

Dienstag, 08. Mai 2018 | 12:03 Uhr

Unter dem Colle Oppio, einem Park unweit des Kolosseums in Rom, liegt ein zweites Pompeji, das Archäologen ans Licht bringen könnten. Doch der römische Denkmalschutz verfügt nicht über die Finanzierungen, um das Areal mit den Thermen des römischen Kaisers Titus (39-81 n. Chr.) ans Licht zu bringen.

“Wir bräuchten einige Millionen Euro für archäologischen Ausgrabungen, mit denen wir die Dimensionen der Thermen Titus feststellen können, die sich vermutlich über das gesamte Gelände des Colle Oppio erstrecken”, sagte die Chefarchäologin des römischen Denkmalschutzes, Eleonora Ronchetti, nach Angaben der römischen Tageszeitung “Il Messaggero” (Dienstagsausgabe). Das Areal unter dem Park sei wegen der großen Anzahl archäologischer Rest mit Pompeji vergleichbar. “Es ganzes römisches Stadtviertel aus der Zeit des Kaisers Titus könnte ausgegraben, restauriert und verwertet werden”, kommentierte der Ex-Chef von Roms Denkmalschutzes Eugenio Ferrara.

Die Thermen waren von Titus im südwestlichen Raum des Colle Oppio für die Besucher des Kolosseums errichtet worden. Sie waren im Jahr 80 nach Christus eingeweiht worden. Hauptattraktion des Colle Oppio ist zurzeit, die “Domus Aurea”, das “Goldene Haus” des Kaisers Nero. Es war der prunkvollste Palast der Antike, neben den Pyramiden in Ägypten eine der größten Sensationen des Altertums. Die unterirdische Anlage wurde erst 1999 nach 20-jährigen Restaurierungsarbeiten wieder für Besucher geöffnet.

Nero (37 bis 68 n.Chr.) hatte seine Kaiservilla nach einem Brand auf der Asche Roms in den Jahren 64 bis 68 errichten lassen. Der Kaiser lebte allerdings nur etwa fünf Monate in der mit Gold, Edelsteinen und Elfenbein überzogenen Prachtanlage, ehe er mit 31 Jahren Selbstmord beging. Die Residenz mit einem künstlichen See an der Stelle des späteren Kolosseums wurde nie vollendet.

Von: apa

Kommentare

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11 Kommentare auf "Neues Pompeji in Rom, aber kein Geld für Ausgrabungen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
17 Tage 14 h

Schade. Allerdings ist es in Rom so dass man nur irgendwo graben braucht und schon findet man was aus der Antike…

Kompatscher
Kompatscher
Grünschnabel
17 Tage 9 h

Aber für die fascho “Denkmäler” in ST ist immer wieder genug Geld da.

kik
kik
Tratscher
17 Tage 11 h

Die häfte der (überflüssigen) Parlamentarier und Senatoren entlassen …und das Geld ist da.!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
17 Tage 13 h

das glaub ich, die brauchen das Geld für die Neuwahlen….

carpediem
carpediem
Neuling
17 Tage 13 h

ja so ist es in rom eine  museum des antike

OrB
OrB
Universalgelehrter
17 Tage 11 h

Sehr schade, könnte ja die EU finanzieren.

Dolomiticus
Dolomiticus
Tratscher
17 Tage 8 h

@iuhui
Genau und leider. Die archäologischen Schätze Italiens sollten eigenglich nationale Priorität haben. Man könnte diese, vor allem jene in Süditalien, viel besser verwerten und die internationale Nummer eins werden und national wirklich Kapital schlagen. Statt dessen versickert das Geld überall, die Arbeiten werden nicht gemacht, die Funde verrotten, die Ausgrabungen stürzen ein und Italien liegt hinter Frankreich, Spanien und andere in der Gunst der Touristen. Kopfsache. Wie sagte mal ein Bekannter von mir: Italien ist wunderschön, bloß das Volk müsste man austauschen…

Staenkerer
17 Tage 11 h

schade das oll de antiken schònheitn und einmoligkeitn in an eustaat sein de es jetz nit auf de reihe krieg, geschweigeden de prunkvolle vergongenheit!
jo, traurig wos aus dem einstigen weltreich übriggebliebn isch!

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
17 Tage 12 h

Besser so, dann haben sie in hundert Jahren auch noch was zu graben.

Schreibabundzu
Schreibabundzu
Grünschnabel
17 Tage 7 h

Endlich eine sinnvolle spendenaktion

Schreibabundzu
Schreibabundzu
Grünschnabel
17 Tage 5 h

Kanntn wohl die parlamentarier und senatorn grobn …. wenn se schunst nichts auf die reihe kriogn

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