Starker Exportrückgang in Richtung Ausland führt zur niedrigerer Holznachfrage

Österreichische Holzindustrie verzichtet auf Trentiner Schadholz

Montag, 27. Juli 2020 | 11:40 Uhr

Wegen der Coronakrise hat die österreichische Holzindustrie die Sammlung von Schadholz aus den Trentiner Wäldern teilweise eingestellt. Dies belastet eine Gegend, die noch große Mengen von Schadholz abbauen muss da Unwetter im Herbst 2018 riesige Wälder in den norditalienischen Regionen Trentino Südtirol, Friaul, Venetien und Lombardei verwüstet haben.

Die Coronakrise hat auch der Holzindustrie schwer geschadet. Während des Lockdowns haben große österreichische Sägewerke bzw. Holzhändler die Sammlung herumliegender Holzmengen gestoppt und sie nicht mehr aufgenommen, beklagten die Trentiner Behörden. Der Grund sei, dass die österreichische Holzindustrie starke Exportrückgänge in Richtung Ausland, vor allem in die USA meldete.

Jene Sägewerke, die weiterhin Holz sammeln, hätten einen starken Preisnachlass ausgehandelt, berichtete die Tageszeitung “Il Trentino”. Dies belaste die Kassen der Gemeinden, die Eigentümer großer Waldflächen sind.

Das Problem betrifft nicht nur den Trentino, sondern auch den Raum um die Dolomiten-Stadt Belluno, die ebenfalls schwere Schäden wegen der Unwetter 2018 erlitten hatte. Eine zusätzliche Belastung sei, dass die Bauwirtschaft in Italien, die große Mengen Holz abnimmt, wegen der Coronavirus-Krise immer noch nicht in Bewegung gekommen sei.

Der Sturm im Oktober 2018 schlug wie ein Tornado breite Schneisen der Verwüstung in die Dolomiten-Wälder und knickte Tausende Bäume wie Streichhölzer. Allein in der Region Venetien mit der Dolomiten-Provinz Belluno wurden 100.000 Hektar Wald zerstört.

Von: apa