Aufnahmebereite Länder sind rar

“Open Arms” nahm 39 weitere Migranten auf

Samstag, 10. August 2019 | 10:01 Uhr

Die Crew des seit einer Woche mit mehr als 100 Menschen an Bord im Mittelmeer ausharrenden Rettungsschiffs “Open Arms” hat abermals Dutzende Migranten aufgenommen. Zu den ursprünglich 121 Migranten auf dem Schiff seien noch einmal 39 hinzugekommen, die in internationalen Gewässern geborgen worden seien, teilte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms am Samstagfrüh auf Twitter mit.

“Währenddessen warten wir immer noch auf einen sicheren Hafen zum Einlaufen”, schrieb NGO-Chef Oscar Camps. Zuletzt kreuzte die “Open Arms” unweit der italienischen Insel Lampedusa – nach Angaben von Amnesty International mit mehr als 30 Kindern und Babys an Bord.

Kurz nach der Rettung erklärte Camps, Malta wolle die 39 Geretteten an Land bringen – die übrigen aber nicht. “Das hat zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem an Bord geführt. Das Ausmaß der Beklemmung dieser Menschen ist unhaltbar”, twitterte er.

Italien und Malta verweigern Rettungsschiffen immer wieder die Einfahrt in ihre Häfen und dringen darauf, dass andere EU-Staaten im Voraus zusichern, alle anlandenden Migranten zu übernehmen – so auch im Fall der “Open Arms”. Auf einen festen Mechanismus zur Verteilung von aus Seenot geretteten Menschen konnte sich die Staatengemeinschaft bisher nicht einigen.

Zuletzt hatte in solchen Fällen die EU-Kommission vermittelt, um aufnahmebereite Länder zu finden. Voraussetzung für eine Koordinierung durch die EU-Kommission ist jedoch, dass ein EU-Staat die Kommission darum bittet, zu deren Aufgaben dies eigentlich nicht gehört. Bisher habe kein Land die Brüsseler Behörde dazu aufgerufen, sagte eine Sprecherin am Freitag.

Von: APA/dpa

Kommentare

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9 Kommentare auf "“Open Arms” nahm 39 weitere Migranten auf"


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enkedu
enkedu
Kinig
14 Tage 15 h

Handlanger der Schlepper wieder unterwegs.

Missx
Missx
Universalgelehrter
14 Tage 11 h

Und wenn sie 1000 aufnehmen und danach 10.000 – eines wird sich nicht verbessern, und zwar die Situation bei den Flüchtlingen daheim in Afrika

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
13 Tage 8 h

MIssx, bei und geht es auch nur den wenigesten gut. schau dir doch die situation in bozen an. das kann denen doch nicht gefallen

Missx
Missx
Universalgelehrter
12 Tage 17 h

@aristoteles
Ich weiß nicht, was Schlimmer ist: irgendwo in Afrika mit null perspektive, vielleicht Krieg vor der Haustür, keine Arbeit oder eben die Hoffnung auf ein besseres Leben VIELLEICHT.
Schau dir mal den Film “Joy” an, denke der ist recht Wahrheitsgetreu.

Staenkerer
14 Tage 11 h

warum verteufelt man eigendlich de länder nit, de sich a weigern de schlepperkunden aufzunehmen, wie man es jedesmoll ba italien mocht?

oli.
oli.
Kinig
14 Tage 2 h

Polen , Ungarn , CZ , Slowakei kassieren Millionen von der EU aber nehmen keine Flüchtlinge auf .
Da muss Brüssel reagieren um den inneren Frieden in Europa nicht zu gefährden.

zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
13 Tage 6 h

“Das hat zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem an Bord geführt”
 Besser überschaubare Sicherheitsprobleme an Board des Schleppperschiffes, als unüberschaubare Sicherheitsprobleme in ganz Europa.

ivo815
ivo815
Kinig
12 Tage 15 h

Häfen öffnen, sofort!!!

andr
andr
Superredner
12 Tage 8 h

Und dann??…. Nimmst du 2 in deiner wohnung auf oder schreibst du blos? Das wäre verdammt wenig

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