Jennifer Lawrence in der Hauptrolle bei "Mob girl"

Paolo Sorrentino dreht Film mit Jennifer Lawrence

Samstag, 22. Februar 2020 | 13:50 Uhr

Oscarpreisträger Paolo Sorrentino (“La Grande Bellezza – Die große Schönheit”) arbeitet an seinem neuen Film, den er im kommenden Sommer in New York drehen wird. “Mob girl” heißt der Film mit der US-Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Buch der US-Autorin Teresa Carpenter.

Sorrentino recherchiert derzeit über die Mafia in New York von den 50er bis zu den 70er-Jahren, berichtete die römische Tageszeitung “Il Messaggero”. Der Film kreist um die wahre Geschichte von Arlyne Brickman, die nach einer Vergangenheit als Frau eines Mafia-Bosses zur FBI-Informantin wird.

Der 49-jährige Sorrentino plant laut dem Blatt auch einen weiteren Film, den er in seiner Heimatstadt Neapel drehen will. Dabei geht es um seine Freundschaft mit dem neapolitanischen Filmemacher Antonio Capuano, der Sorrentino geholfen hatte, die ersten Schritte in der Filmindustrie zu unternehmen.

Sorrentino teilte indes mit, keinen Film mehr über Politiker drehen zu wollen, auch US-Präsident Donald Trump würde ihn nicht reizen. “Ganz ehrlich, mit dieser Welt bin ich durch. Zwei Filme über Politiker sind wirklich genug. Es gibt so viele interessante Welten, die ich noch erkunden will, so viele spannende Orte”, sagte er der “Süddeutschen Zeitung”.

Der Drehbuchautor und Filmregisseur, dessen Papstserie “The New Pope” zurzeit bei Sky läuft, drehte Filme über Italiens frühere Regierungschefs Silvio Berlusconi (“Loro – Die Verführten”) und Giulio Andreotti (“Il Divo”). “Bei Berlusconi hat mich diese unglaubliche Vitalität angezogen, das hat mich an ihm immer wieder überrascht. Bei Andreotti war es komplexer, da war es dieser Wille, das Zentrum der Macht zu verkörpern und zu besetzen.”

Urteile über seine Filmfiguren wolle er nicht fällen, betonte Sorrentino. “Urteile interessieren mich nicht. Wenn ich beschließe, von einer Figur zu erzählen, finde ich auch einen Weg, sie zu lieben. Und wenn diese Liebe erst einmal da ist, kann man nicht mehr urteilen, und das möchte ich auch nicht.” Als Zuschauer hasse er “Filme, in denen von Anfang an klar ist, was der Regisseur von einer Figur hält”.

Von: APA/dpa