Papst Franziskus bei seiner Reise nach Kanada

Papst besucht wichtige Pilgerstätte in Kanada

Dienstag, 26. Juli 2022 | 10:20 Uhr

Papst Franziskus will im Rahmen seiner mehrtägigen Kanada-Reise an diesem Dienstag in einem Football-Stadion eine Messe feiern und einen für Katholiken und Ureinwohner bedeutsamen See segnen. Am Vormittag (Ortszeit) steht in Edmonton in der Provinz Alberta die Kirchenfeier im Commonwealth Stadium auf dem Programm, bei der Tausende Besucher erwartet werden. Am Nachmittag will das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche zum nahen See Lac Ste. Anne (Heilige Anna) fahren.

Das Gewässer ist Teil einer wichtigen Pilgerroute und wird von Ureinwohnern und Christen verehrt. Franziskus besucht Kanada, um dort die Ureinwohner des Landes zu treffen, deren Familienmitglieder einst in von der Kirche geführten Internaten Missbrauch, Gewalt und Erniedrigung erfuhren. Die Indigenen forderten von Franziskus, nach Kanada zu kommen und um Vergebung zu bitten. Vertreter der Gruppen Métis, First Nations und Inuit reisten Ende März dieses Jahres in den Vatikan, wo Franziskus im Namen der Kirche für die Taten bereits um Entschuldigung bat.

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Papst besucht wichtige Pilgerstätte in Kanada"


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Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
19 Tage 29 Min

Papst Franziskus ist ein netter Mann.
Aber die Täter? Wo sind die Täter?
Hat jemand von ihnen jemand um Vergebung gebeten? Wurde jemand vor einem Gerichtshof zur Rechenschaft gezogen?

Hustinettenbaer
18 Tage 23 h

Das war wohl wieder (wie auch in USA, Irland, Australien, Afrika) eine lange unheilige Allianz von Staat und Kirchen. “Lange wollte niemand der indigenen Bevölkerung zuhören, wenn sie von ihren verlorenen Kindern sprach. Erst auf ihren beharrlichen Druck hin kam es schließlich zu den ersten Boden-Untersuchungen. Bis heute hat man rund 130 000 Gräber im ganzen Land gefunden.”
Die Leichen im Keller schmieden zusammen. Z.B. “lebe ein Priester, der in Nunavut im Norden Kanadas Inuit-Kinder missbraucht haben soll, bis heute unbehelligt und fast 90-jährig in Südfrankreich.”

https://www.sueddeutsche.de/politik/papst-kanada-1.5627512
https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/prozess-des-jahres-in-australien–kardinal-george-pell-steht-wegen-sexuellen-missbrauchs-vor-gericht-8206862.html

N. G.
N. G.
Kinig
18 Tage 21 h

Nun, Franziskus denkt und beschützt seine Wegefährten… Das ist gar nicht nett! Dann informier dich mal..!

Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
18 Tage 15 h

@N. G.
Ich bin Deiner Meinung. Seine Art ist nett, aber was und wie viel hier verheimlicht wird ist eben die große Frage.
Und noch dazu: welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die 👎 ? Was haben diese Mitbürger für Argumente?

Hustinettenbaer
18 Tage 11 h

@Alter Hase
Ich seh es so: Das Geschäftsmodell der (katholischen) Kirche sind Versprechen. Gläubige von der Schuld ihrer kleinen und großen Sünden zu befreien. Ewiges Leben. Für ein gott- und kirchengefälliges Leben im Penthouse. Sonst Souterrain.
Der Kirchen-Marktwert geht kaputt, wenn einige ihre Repräsentanten – weil sie offensichtlich nicht an die göttliche Strafe glauben – noch größere Sünder sind als viele ihrer Schäfchen.
Der sympathische CEO macht nun eine Marketingaktion. Weil er seinen Saftladen nicht aufräumen kann.

offnzirkus
offnzirkus
Superredner
19 Tage 3 h

Ich glaube die indigene Bevölkerung pfeift auf die päpstliche Entschuldigung. Sie wollen vollständige Aufarbeitung des geschehenen und vor allem eine angemessene Entschädigung. Die Kirche war und ist immer zu lasch an all die Anschuldigungen herangegangen.

kleinerMann
kleinerMann
Universalgelehrter
18 Tage 23 h

Und das schöne dabei, der Papst betet zu Gott um Vergebung der Sünden, welche durch die Kirche verübt worden ist. Scheinheiliger geht wohl nicht mehr ! Denke die indigene Bevölkerung pfeift innerlich auf diesen Besuch

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