Papst Franziskus sprach von "Märtyrern"

Papst empfing Familie von zu Tode verurteilter Christin

Samstag, 24. Februar 2018 | 18:44 Uhr

Papst Franziskus hat am Samstag bei einer Privataudienz den Ehemann und die Tochter der in Pakistan wegen Blasphemievorwürfen zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi sowie die Nigerianerin Rebecca Bitrus, die von der Terrorgruppe Boko Haram entführt worden war, empfangen. Asia Bibi und Bitrus bezeichnete der Papst als “Märtyrerinnen”.

“Ich denke oft an Deine Mutter und bete für sie”, sagte der Papst Bibis Tochter Eisham. Die Familie Bibis und Rebecca Bitrus beteiligen sich am Samstagabend in Rom an einer Veranstaltung, mit der an Christenverfolgung weltweit erinnert werden soll. Ab 18 Uhr wird eines der antiken Mahnmale für Christenverfolgung, das Kolosseum in Rom, rot angestrahlt. Auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin wird an der Aktion teilnehmen, die von der Päpstlichen Stiftung Kirche in Not ausgerichtet wird.

Die Angehörigen Asia Bibis sowie Rebecca Bitrus, die der Terrororganisation Boko Haram entkommen ist, wurden vom Direktor von Kirche in Not Italien, Alessandro Monteduro, zum Papst begleitet. Er sprach im Anschluss an das Treffen von einer “einzigartigen Begegnung”. “Wir sind alle noch sehr berührt, es wird Zeit brauchen, die Erinnerungen in unserem Gedächtnis zu ordnen.”

Von: apa