Papst Franziskus beendet damit die Weihnachtsfeierlichkeiten

Papst feierte Dreikönigs-Messe im Petersdom

Samstag, 06. Januar 2018 | 11:24 Uhr

Mit einer Messe zum Dreikönigstag – liturgisch als Tag der Erscheinung des Herrn bekannt – hat Papst Franziskus am Samstag im Petersdom die Weihnachtsfeierlichkeiten abgeschlossen. Er richtete Weihnachtsgrüße an die Ostkirchen, die nach dem alten Julianischen Kalender das Fest der Geburt Christi am 7. Jänner feiern.

Franziskus erinnerte an die im Evangelium beschriebenen drei Weisen aus dem Morgenland, mit denen die christliche Glaubensverkündigung begonnen habe. Die Weisen ließen sich vom Stern führen und blickten in den Himmel. Auch die Menschen heute sollten sich von großen Idealen führen lassen und sich nicht begnügen, dahinzusiechen, sagte der Papst.

Geld, Ruhm und Erfolg seien oft vergänglich. “Das sind Meteoriten: Sie glänzen eine Zeit lang, zerschellen jedoch schnell und ihr Glanz erlischt”, sagte der Papst. Der Stern des Herrn sei dagegen immer präsent und begleite den Menschen. Er verspreche keinen materielle Geschenken, sondern Friede und Freude. Der Pontifex rief die Gläubigen auf, Hilfebedürftigen, wie Armen, Migranten, Kranken, oder Häftlingen Zeit zu widmen.

In Italien wird am 6. Jänner weniger das Dreikönigsfest als vielmehr das der Hexe Befana gefeiert. Das Wort ist eine Verballhornung des griechischen “Epiphanie” (Erscheinung). Bei dem heidnischen Fest geht es um eine knollennasige Hexe, die der Legende nach dem Stern von Bethlehem nicht rechtzeitig genug gefolgt ist und so den Stall von Bethlehem verfehlte.

Noch immer auf der Suche nach dem göttlichen Kind bringt sie deshalb ihre Geschenke in jedes Haus. Die Befana kommt – dem Nikolaus ähnlich – in der Nacht auf den 6. Jänner und hinterlässt den Kindern Geschenke und Süßes.

Von: apa