Italiener Ulissi bejubelt Sieg im eigenen Land

Patrick Konrad verlor Giro-Zielsprint gegen Ulissi

Freitag, 16. Oktober 2020 | 18:19 Uhr

Patrick Konrad hat am Freitag den zweiten Etappensieg eines Österreichers im Giro d’Italia nur knapp verpasst. Der Niederösterreicher landete nach 192 Kilometern von Cervia nach Monselice im Sprint an der dritten Stelle, wenige Zentimeter hinter Sieger Diego Ulissi aus Italien und dem Gesamt-Ersten Joao Almeida aus Portugal. Als bisher einziger ÖRV-Radprofi hat Lukas Pöstlberger 2017 im Giro triumphiert, Konrad war heuer auch schon Zweiter.

Almeida baute seine Führung vor dem Niederländer Wilco Kelderman dank der Zeitgutschrift um sechs auf 40 Sekunden aus. Der Profi des Teams Deceuninck nimmt das Einzelzeitfahren in der Prosecco-Region nach Valdobbiadene (34 km) am Samstag nochmals im Rosa Trikot in Angriff.

Konrad ärgerte sich nach dem Zielsprint, er war näher dran am großen Coup als auf dem 5. Abschnitt, wo er 34 Sekunden hinter Solosieger Filippo Ganna (ITA) Zweiter war. Der Bora-Profi hat als Gesamt-Sechster 1:17 Minuten Rückstand auf Almeida. Sein Landsmann Hermann Pernsteiner (Team Bahrain) lag in der Verfolgergruppe 41 Sekunden zurück (40. Platz) und ist weiter Gesamt-14. (+5:57 Min.).

Am Freitag machte eine 20-köpfige Spitzengruppe mit allen Anwärtern auf den Gesamtsieg den ersten Platz unter sich aus. Die Sprinter wie der vierfache Tagessieger Arnaud Demare (FRA) und Peter Sagan (SVK) waren auf dem letzten Anstieg rund 20 km vor dem Ziel abgeschüttelt worden. Der 31-jährige Ulissi aus dem Emirates-Rennstall feierte seinen zweiten Erfolg bei der 103. Auflage der dreiwöchigen Italien-Rundfahrt und den insgesamt achten.

Das Bora-Team wollte die Karte Peter Sagan spielen, doch der Slowake schaffte es nach dem letzten Anstieg nicht zurück in die Spitzengruppe. Daher versuchte Konrad, im Finish zum Erfolg zu kommen. “Ich war in einer guten Position und hatte starke Beine, um im Sprint mitmischen zu können. Am Ende war es knapp. Ich wurde Dritter und holte vier Bonussekunden, und damit kann ich ziemlich zufrieden sein”, sagte der 29-Jährige in einer Bora-Aussendung.

Von: apa

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