Flugzeugunglück in den italienischen Alpen

Pilot des Flugzeugs nach Flugunfall in Italien festgenommen

Samstag, 26. Januar 2019 | 17:01 Uhr

Nach dem Zusammenstoß eines Kleinflugzeugs mit einem Hubschrauber über dem Rutor-Gletscher im norditalienischen Skigebiet La Thuile mit sieben Todesopfern ist einer der Überlebenden festgenommen worden. Dabei handelt es sich um den verletzten Piloten des Leichtflugzeuges, berichteten italienische Medien.

Der 64-jährige Franzose wird beschuldigt, den Zusammenstoß mit dem Hubschrauber verursacht zu haben, in dem sich sechs Personen befanden. Eine Schweizerin überlebte das Unglück und befindet sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus von Aosta.

Der Pilot wurde im Krankenhaus vom Staatsanwalt von Aosta befragt. Sollte er aus dem Krankenhaus entlassen werden, werde er in Untersuchungshaft genommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Anwalt des Piloten erklärte, sein Mandant sei schockiert. Er sei nicht in der Lage, über den Hergang des Unfalls zu berichten.

Am Samstag wurden zwei Vermisste tot geborgen. Bei den tot geborgenen Vermissten dürfte es sich um zwei Franzosen handeln, die sich an Bord des Leichtflugzeuges des Typs Jodel D140 befanden, berichteten italienische Medien. Rettungsteams im norditalienischen Aostatal hatten am Samstag die Suchaktion auf einer Höhe von 2.600 Metern fortgesetzt, die am Freitagabend wegen der Dunkelheit unterbrochen worden war.

Das Kleinflugzeug war aus dem Wintersportort Megeve im französischen Haute Savoie mit drei Franzosen an Bord abgeflogen, ohne einen Flugplan angegeben zu haben. Der Helikopter hätte – offenbar im Auftrag eines privaten Dienstleisters aus Courmayeur – seine sechs Passagiere zum Heliskiing in die Berge fliegen sollen.

Bei den Todesopfern handelt es neben den beiden Franzosen um einen 53-jährigen italienischen Hubschrauber-Piloten und um einen 49-jährigen deutschen Bergführer, der im Aostatal lebte. Sie begleiteten drei deutsche Touristen, die ebenfalls ums Leben kamen. Bei den zwei Verletzten handelt es sich um den französischen Piloten des Kleinflugzeugs und eine Schweizerin. Beide wurden ins Krankenhaus der Stadt Aosta gebracht.

Italiens Luftfahrtbehörde und die Staatsanwaltschaft von Aosta leiteten eine Untersuchung zum Unglück ein. Das Kleinflugzeug war laut Medienangaben bereits 2014 bei der Landung auf dem Flugplatz von Megeve in einen Unfall verwickelt gewesen.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Pilot des Flugzeugs nach Flugunfall in Italien festgenommen"


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Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
27 Tage 14 h

wie geat denn sel …. Kleinflugzeug darf starten ohne zu sogn wohin? bzw. welche Richtung, Höhe, Strecke usw.?  

Chrissy
Chrissy
Grünschnabel
27 Tage 12 h
Jawoll, sel geat, solong er in Fronkreich startet und in Fronkreich wieder londet konn er in Italien a Runde mochn und wieder zrug fliagn. Flugplan isch selm kuan Pflicht. In den Foll hots absolut kuan Unterschied gimocht ob er uan ghob hat oder nit weil decht beade nit giwisst hatn wo der uane oder der ondere isch. Hatn sich beade gikennt bei der Flugkontrolle unmeldn ober der Radar hot in die Berge kaum a Change de zu verfolgen. Deswegen war des lei mit an TACAS zu vermeiden giwesn, des wos in piloten meldet wenn an onderer Fliager gfährlich nohe kimmp.… Weiterlesen »
m69
m69
Kinig
27 Tage 16 h

R.I.P. 

Mikeman
Mikeman
Kinig
27 Tage 8 h

@ Chrissy
stimmt ,sollte längst schon für alle VFR und Sportmaschinen Pflicht sein ( squak 2000 und MODE Charlie), zumindest hat man eine Anhaltspunkt ob gleiche Höhe oder nicht , auch bei VFR wär die resolution advisory zusäzliche Sicherheit.

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