Pöstlberger immer im Vorderfeld zu finden

Pöstlberger musste Rosa Trikot beim Giro d’Italia abgeben

Samstag, 06. Mai 2017 | 20:41 Uhr

Lukas Pöstlberger hat den Giro d’Italia als erster Österreicher aus der rosaroten Perspektive erlebt. Auch wenn der 25-Jährige das durch seinen Sensationssieg eroberte Führungstrikot am Samstag wieder abgeben musste – die ersten zwei Tage der 100. Auflage wird er nie vergessen. Der Deutsche Andre Greipel übernahm nach seinem insgesamt siebenten Giro-Etappenerfolg die Gesamtführung.

Pöstlberger fuhr auf den 221 Kilometern von Olbia nach Tortoli mit zwei Bergwertungen gut geführt von seinen Bora-hansgrohe-Kollegen stets weit vorne im Feld. Im Finish fand er sich kurzfristig sogar wie am Freitag an der Spitze, musste sich aber hinter den Teams der Sprinter einreihen.

Der 34-jährige Greipel setzte sich sicher vor Roberto Ferrari (ITA) durch und durfte dank der neuerlichen Zeitgutschrift nach dem dritten Vortagsrang erstmals das Rosa Trikot überstreifen. Pöstlberger ist nach dem 15. Tagesrang mit vier Sekunden Rückstand Gesamt-Zweiter. Der australische Sprinter Caleb Ewan, der Vortags-Zweite, rutschte im Finale nach dem Kontakt mit einem Rivalen aus einem Pedal und wurde nur Neunter.

Die dritte Etappe am Sonntag über 148 flache Kilometer nach Cagliari wird Pöstlberger im weißen Trikot des besten Jungprofis bestreiten. Diese Wertung führt der Oberösterreicher weiter an, in der Punktewertung wurde er ebenfalls von Greipel an der Spitze abgelöst. Am Montag setzt der Rad-Tross nach Sizilien über, wo zwei Etappen bestritten werden. Am Dienstag wartet mit der Bergankunft auf dem Ätna die erste Bewährungsprobe für die Kletter-Spezialisten.

Von: apa