Portugal hielt die "Squadra Azzurra" in Mailand in Schach

Portugal holte Nations-League-Gruppensieg mit 0:0 in Italien

Samstag, 17. November 2018 | 23:32 Uhr

Portugal hat auch ohne Superstar Cristiano Ronaldo als erstes Team den Einzug ins Finalturnier der Fußball-Nations-League geschafft. Dem Europameister reichte am Samstag ein torloses Remis in Mailand gegen Italien, um den Gruppe-3-Sieg zu fixieren. Die “Squadra Azzurra” schloss mit fünf Punkten als Zweiter ab und schaffte damit im Gegensatz zu Schlusslicht Polen den Verbleib in der A-Liga.

Die Italiener waren vor der Pause deutlich stärker, dafür hatten die Portugiesen danach die besseren Momente. Das Unentschieden war daher leistungsgerecht. Der 34-jährige Abwehrchef Giorgio Chiellini durfte sich in seinem 100. Länderspiel für Italien also nur über einen Teilerfolg freuen. Die Hausherren blieben erst zum zweiten Mal in den jüngsten 30 Pflicht-Heimspielen ohne Treffer.

Die Italiener wirkten im Giuseppe-Meazza-Stadion bis in die Haarspitzen motiviert, ließen den Ball geschickt laufen und drängten die Gäste vehement in die eigene Hälfte. Bereits in der fünften Minute waren die Hausherren bei einer Doppelchance brandgefährlich: Tormann Rui Patricio parierte einen Insigne-Weitschuss, den Nachschuss setzte Ciro Immobile aus kurzer Distanz über das Tor.

Der Abschluss bzw. zum Teil auch der letzte Pass waren auch in der Folge die einzigen Schwachpunkte der Italiener, die abgesehen davon spielerisch vollauf überzeugen konnten. Patrico konnte sich bei einem Immobile-Abschluss mit einer Fußabwehr neuerlich auszeichnen (35.), ein Bonucci-Kopfball ging zudem knapp daneben (36.). Die Portugiesen schienen sich mit dem Remis zu begnügen, gingen überhaupt kein Risiko ein.

Nach der Pause wurde die Dominanz der Italiener weniger, sie konnten das Tempo der ersten Hälfte nicht mehr auf den Platz bringen. Chancen waren Mangelware. Näher dran an einem Treffer waren die nach Wiederbeginn deutlich mutigeren Gäste. Joao Mario schoss drüber (73.), und Tormann Gianluigi Donnarumma zeigte bei einem Carvalho-Schuss eine Glanzparade (76.). Auch deshalb blieben die Italiener in Mailand zum 46. Mal in Folge ungeschlagen. Die letzten fünf Partien dort endeten allesamt mit einem Remis.

Schwedens Fußball-Nationalteam hat die Chance auf den Gruppe-2-Sieg in der B-Liga gewahrt. Der WM-Viertelfinalist gewann am Samstag in Konya gegen die Türkei mit 1:0 (0:0) und stieß in der Tabelle auf Rang zwei vor. Leader Russland ist drei Zähler entfernt. Am Dienstag kommt es in Solna zu einem Endspiel um die Spitzenposition und den Aufstieg in die höchste Leistungsklasse.

Den Schweden reicht dabei jeder Sieg, da sie im ersten direkten Duell bei den von Stanislaw Tschertschessow gecoachten Russen ein 0:0 geholt hatten. Für die Türkei ist der Abstieg in die Liga C besiegelt, Rapids Abwehrspieler Mert Müldür und der Ex-Austrianer Tarkan Serbest erlebten die bittere Niederlage von der Bank aus. Den einzigen Treffer erzielte Schwedens Kapitän Andreas Granqvist via Elfmeter (71.).

Die Türken waren vor der Pause tonangebend, aber im Abschluss nicht effizient. Bei der besten Chance scheiterte Hakan Calhanoglu unmittelbar vor dem Pausenpfiff aus sieben Metern an Schwedens Tormann Robin Olsen. In der zweiten Hälfte waren es die Schweden, die gefährlicher waren. Der Führungstreffer war daher nicht unbedingt überraschend. Yokuslu Okay traf Marcus Berg im Strafraum an der Wade, und Granqvist verwertete den Elfmeter mit einem platzierten Schuss ins Eck.

In der Gruppe 1 der C-Liga feierte Schottland in Albanien einen 4:0-Kantersieg. Die Schotten zogen nach Punkten mit dem von Andreas Herzog gecoachten Israel gleich. Die Entscheidung über den Aufstieg fällt am Dienstag im direkten Duell in Glasgow. Der Herzog-Truppe reicht aufgrund des 2:1-Heimsiegs im ersten direkten Aufeinandertreffen mit den Schotten bereits ein Punktgewinn für den Aufstieg.

In der Gruppe 4 verteidigte Serbien Rang eins mit einem 2:1-Heimsieg gegen Verfolger und Nachbar Montenegro. Einziger verbliebener Konkurrent im Kampf um den Gruppensieg ist Rumänien nach einem 3:0-Sieg gegen Litauen. Die Rumänen haben vor der letzten Runde zwei Zähler weniger auf dem Konto.

Von: apa

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