Ehren für den oscargekrönten Regisseur

Rimini plant Fellini-Museum

Freitag, 26. Januar 2018 | 13:15 Uhr

Die Stadt Rimini plant ein Museum zu Ehren des oscargekrönten italienischen Regisseurs Federico Fellini (1920-1993). Im Schloss Sismondo im Stadtzentrum soll das Museum untergebracht werden. Hier werden Sets und Bühnenbilder aus Fellinis Filmen aufgestellt werden. Außerdem sollen es Ausstellungen geben, die mit Themen von Fellinis Werken zusammenhängen.

Zwölf Millionen Euro werden in das Projekt investiert, berichtete der italienische Kulturminister Dario Franceschini am Freitag. Franceschini hatte letzte Woche in Rimini das Kino “Fulgor” wiedereröffnet, das in den vergangenen Jahren restauriert wurde. Das Kino ist jener Ort, wo Fellini auf den Knien seines Vaters sitzend mit “Maciste in der Hölle” seinen ersten Film sah, wie er in seinen Werken “Roma” und “Amarcord” erzählte.

Die Wiedereröffnung des Kinos in der bekannten Adria-Badeortschaft erfolgte am 98. Geburtstag des Filmemachers im Beisein seiner Nichte, Francesca Fabbri Fellini, und des oscargekrönten Produktionsdesigners Dante Ferretti, der mit Fellini an sechs Filmen gearbeitet hat. Ferretti wirkte an der Restaurierung des Kinos mit.

Der am 20. Jänner 1920 in Rimini geborene Fellini wurde mit insgesamt fünf Oscars ausgezeichnet. Den ersten erhielt er 1956 für “La Strada”, den Film, der ihn und seine Frau, die Schauspielerin Giulietta Masina, international berühmt machte. Im Jahr darauf gewann er den Oscar für “Nächte der Cabiria”, 1963 für “8 1/2” und zehn Jahre später für “Amarcord”. 1993 nahm Fellini in Hollywood den Oscar für sein Lebenswerk entgegen.

Von: apa