SVP-Kammerabgeordnete stimmen für Schulreform

Rom genehmigt umstrittene Schulreform

Donnerstag, 09. Juli 2015 | 16:02 Uhr

Rom – Die Abgeordnetenkammer in Rom hat heute die umstrittene Schulreform endgültig verabschiedet.

Wie Medienberichten zu entnehmen ist, ist die Ausweitung der Befugnisse der Direktoren der zentrale Punkt der Reform. Sie sollen unter anderem die Zuständigkeit erhalten, Tausende Lehrer unbefristet in den Dienst aufzunehmen.

Kritik gibt es von Lehrergewerkschaften: Sie fürchten, dass staatliche Schule künftig auch von privaten Sponsoren finanziert werden können.

 SVP-Kammerabgeordnete stimmen für Schulreform

Südtirol erhält dank der am heutigen Donnerstag in der Abgeordnetenkammer endgültig genehmigten Schulreform die Befugnis zur Anerkennung der in einem anderen EU-Land erworbenen Berufsbefähigungen für Lehrerinnen und Lehrer, die an einer deutschen oder ladinischen Schule unterrichten wollen. Dies bedeutet Zeitersparnis und weniger bürokratischen Aufwand, so die SVP-Kammerabgeordneten.

„Positiv hervorzuheben ist auch die erweiterte Schulautonomie und die neuen Möglichkeiten bei der Lehrerausbildung, die das Land Südtirol nun in Absprache mit der Freien Universität Bozen und dem Musikkonservatorium regeln kann“, unterstreicht Renate Gebhard, die im Namen der SVP-Kammerabgeordneten Daniel Alfreider, Manfred Schullian und Albrecht Plangger die Stimmabgabeerklärung gehalten hat.

„Nachdem der Gesetzestext „La buona scuola“ im Senat wesentliche Verbesserungen – darunter auch autonomiepolitische Maßnahmen – erfahren hat, können wir von einer für Südtirol positiven Reform sprechen“, betont der  SVP-Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer Daniel Alfreider.

Ebenso zu begrüßen sei, dass sich die staatliche Schulreform an das in Südtirol gut funktionierende duale Ausbildungssystem anlehnt und vorsieht, dass die Verbindung Schule-Arbeit strukturell und mit einem Budget von 100 Millionen Euro im Jahr gefördert wird. „Dadurch passt sich das System an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes an und kann im Umkehrschluss zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit beitragen“, so Renate Gebhard.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen