Der Herr links übernimmt den Posten des Herrn rechts

“Rote Revolution” bei Ferrari – Binotto folgt Arrivabene

Montag, 07. Januar 2019 | 19:46 Uhr

Ferrari will mit einem neuen Teamchef die seit 2014 währende Titel-Ära von Mercedes in der Formel 1 beenden. Der traditionsreiche Rennstall beendete am Montag nach mehr als vier Jahren das Arbeitsverhältnis mit Maurizio Arrivabene. Der ehemalige Manager eines Tabakkonzerns wird vom bisherigen Technischen Direktor Mattia Binotto an der Spitze der Scuderia abgelöst, teilte Ferrari mit.

Der 49-Jährige arbeitet seit dem Abschluss eines Maschinenbaustudiums in Lausanne für die Nobelmarke. Binotto war im Juli 2016 zum Technischen Direktor aufgestiegen. Er und der 61-jährige Arrivabene, der den Chefposten im November 2014 übernommen und Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel zu Ferrari gelotst hatte, sollen sich aber nicht wirklich gut verstanden haben.

Fakt ist, dass die Scuderia den Ansprüchen auch im vierten Jahr mit dem deutschen Starpiloten Vettel hinterherfuhr. Seit dem Amtsantritt von Arrivabene holte Ferrari 14 Siege. Im selben Zeitraum gewann Serien-Weltmeister Mercedes aber 58 Rennen. Die Fahrer- und Konstrukteurstitel gingen zuletzt fünf Mal en suite an das deutsche Werksteam, Ferrari triumphierte bei den Piloten zuletzt 2007 durch Kimi Räikkönen, in der Teamwertung wartet man seit 2008 auf einen Titel.

Fiat-Präsident John Elkann und Personen aus dessen engstem Umfeld hätten sich nun entschlossen, Arrivabene durch Binotto zu ersetzen, schrieb die italienische Sporttageszeitung “Gazzetta dello Sport” am Montag unter der Überschrift “Rote Revolution”. Wirklich überraschend kam diese nicht, denn seit Ende der vergangenen Saison war schon des Öfteren über einen Wechsel an der Spitze des Teams spekuliert worden. Arrivabene hatte sich dazu meist eher gelangweilt und genervt geäußert.

Ferrari sprach von einer Entscheidung, die nach “langwierigen Diskussionen” im Zusammenhang mit Arrivabenes langfristigen persönlichen Interessen und denjenigen der Scuderia getroffen worden sei.

Binotto muss nun schnellstmöglich in die Erfolgsspur finden. Ferrari wird am 15. Februar das Auto für die am 17. März in Melbourne beginnende Saison vorstellen, in der nicht mehr der 39-jährige Finne Kimi Räikkönen, sondern der 21-jährige Monegasse Charles Leclerc Teamkollege von Vettel sein wird.

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "“Rote Revolution” bei Ferrari – Binotto folgt Arrivabene"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
1litermuelch
1litermuelch
Tratscher
16 Tage 19 h

Arrividerci bene 😁

tschonwehn
tschonwehn
Grünschnabel
16 Tage 18 h

Wenn Sie bei Ferrari ein solches Team und dessen Einstellung hätten wie bei Mercedes, könnte es bei denen noch mal was werden.

Dublin
Dublin
Kinig
16 Tage 19 h

…e’ arrivato male…
😢

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
16 Tage 18 h

guet kemmen, nit guat gongen

ADI63
ADI63
Neuling
16 Tage 17 h

Sic transit gloria mundi…….

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