Auch vor blutiger Gewalt wird nicht zurückgeschreckt

Schlag gegen Latino-Gang in Mailand

Dienstag, 22. September 2015 | 10:40 Uhr

Mailand – In Mailand wurden am Vormittag 14 mutmaßliche Mitglieder der Latino-Gang „Barrio 18“ festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Den Männern, die vorwiegend aus El Salvador stammen, wird Bildung einer kriminellen Vereinigung, versuchter Mord, erschwerter Raubüberfall, Drogenhandel, Hehlerei, Körperverletzung sowie das Tragen von Schuss- und Stichwaffen vorgeworfen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

Zu den Charakteristiken der Bande zählt eine strenge Hierarchie, Gehorsam wird unter anderem auch durch Gewaltanwendung erzielt. Außerdem gibt es ein Aufnahmeritual, das darin besteht, dass neue Mitglieder Fremde verprügeln.

Feinde werden mit Messerstichen, Machetenhieben oder Schüssen bestraft. Bestimmte Tatoos symbolisieren Mitgliedschaft, mit Graffitis wird das Territorium markiert. Außerdem verfügt die Organisation über eine gemeinsame Kasse.

Das „Einkommen“ der Bande stammt aus Drogen- und Vermögensdelikten.

Während der Polizei-Operation wurden auch Messer, Pistolen und Macheten beschlagnahmt. Außerdem konnte der versuchte Mord eines Vertreters einer rivalisierenden Gang aufgedeckt werden.

Dieser soll in die Vorfälle des 11. Juni 2015 (im Bild) verwickelt gewesen sein, als einem Zugführer mit einer Machete beinahe der Arm amputiert worden wäre, als er nach einem Ticket verlangte.

Von: ©mk