Giovanni Padovani (26) stellte ihr seit Monaten nach – VIDEO

Schrecklicher Femizid: Frau [56] von Ex-Freund mit Vorschlaghammer erschlagen

Donnerstag, 25. August 2022 | 08:02 Uhr

Bologna – Der Vorhof eines Kondominiums in Bologna war am Dienstagabend Schauplatz eines schrecklichen Femizids. Die 56-jährige Alessandra Matteuzzi, wurde von ihrem Ex-Freund, der ihr immer wieder nachstellte, mit einem Vorschlaghammer erschlagen.

Obwohl es ihrem Mörder, dem 26-jährigen Fußballspieler Giovanni Padovani, nach ihrer Anzeige vom Richter verboten worden war, sich der Frau zu nähern, lauerte der junge Mann seiner Ex-Freundin vor ihrem Haus auf und ermordete sie mit einer Vielzahl von Hammerschlägen. „Wir haben telefoniert, als er sie getötet hat“, so die Schwester von Alessandra Matteuzzi, die die grausame Bluttat am Smartphone mitanhören musste.

Instagram/Alessandra Matteuzzi

Die Hauptstadt der norditalienischen Region Emilia-Romagna, Bologna, wird von einem grausamen Femizid erschüttert. Die 56- jährige Alessandra Matteuzzi wurde vor ihrem Haus in einem Vorort von Bologna durch Schläge mit einem Vorschlaghammer und anderen stumpfen Gegenständen getötet.

Der Täter war der 26-jährige Fußballspieler Giovanni Padovani. Der 26-Jährige, der auch als Model arbeitete, fand sich nie mit dem Ende der Beziehung zur 56-Jährigen ab und fuhr fort, sie zu verfolgen. Aufgrund der ständigen Nachstellungen war gegen den 26-Jährigen ein Annäherungsverbot verhängt worden. Das richterliche Verbot hinderte Giovanni Padovani aber nicht daran, der Frau vor ihrem Haus aufzulauern.

Instagram/Alessandra Matteuzzi

Einer ersten Rekonstruktion zufolge geschah die Bluttat am Dienstagabend gegen 21.00 Uhr. Als Alessandra Matteuzzi nach Hause kam und vor der Haustür ihres Kondominiums ihren Ex-Freund vorfand, soll sie ihn angeschrien und zum Gehen aufgefordert haben. Anschließend soll er sie vor die Tür gezerrt und dort mit einem Hammer und anderen stumpfen Gegenständen erschlagen haben. Durch die verzweifelten Schreie der Frau alarmiert, verständigte eine Nachbarin die Polizei und die Rettungskräfte. Für Alessandra Matteuzzi kam aber jede Hilfe zu spät. Noch vor dem Eintreffen des Notarztes erlag die 56-jährige Frau ihren schweren Verletzungen. Giovanni Padovani hingegen wurde noch am Tatort von den Polizeibeamten festgenommen.

Instagram/Alessandra Matteuzzi

Tragischerweise telefonierte Alessandra Matteuzzi gerade mit ihrer Schwester, als ihr Ex-Freund sie angriff. „Sie stieg aus dem Auto und begann sofort zu schreien. „Nein, Giovanni, nein, bitte nicht, Hilfe“, schrie sie voller Verzweiflung. Ich wohne 30 Kilometer von ihr entfernt. Ich rief sofort die Carabinieri. Am Ende verprügelte und erschlug er sie“, so die Frau gegenüber der Rai der Emilia-Romagna.

„Da er auf Sizilien Fußball spielte, führten sie eine Fernbeziehung, wodurch sie sich nur wenige Male sahen. Sie trafen sich einmal im Monat, wobei sie meist mehrere Tage zusammen verbrachten. Auch während der Meisterschaftspause fuhr er zu ihr nach Bologna. Sie waren seit etwa einem Jahr zusammen, als Anfang dieses Jahres Giovanni Padovani begann, von ihr regelrecht besessen zu sein. Während eines Streits zerbrach er in ihrer Wohnung Teller und Gläser. Später, nach dem Ende der Beziehung, passierten weitere schlimme Vorfälle. Unter anderem lauerte er ihr im Stiegenhaus auf, drehte ihr über den Hauptschalter den Strom ab und kletterte vom Boden zu ihrer Terrasse hoch. Sie zeigte ihn an. Mit dem Fall wurde ein Staatsanwalt betraut, Zeugen wurden angehört und es wurde ein richterliches Annäherungsverbot verhängt“, so die Schwester der Ermordeten gegenüber der Lokalzeitung „Il Resto del Carlino“.

ANSA/MATTEUZZI

Dies hinderte den 26-Jährigen aber nicht daran, seine Ex-Freundin weiterzuverfolgen. Viele Nachbarn wussten, dass der 26-Jährige der Frau nachstellte. „Alessandra hat mich gebeten, ihm nicht die Haustür zu öffnen. Als ich gegen 19.15 Uhr nach Hause gekommen bin, hat er bereits auf sie gewartet. Als ich ihn gesehen habe, bin ich hineingegangen und habe sofort die Tür hinter mir geschlossen. Er hat sie mit großer Hartnäckigkeit verfolgt. Besonders in letzter Zeit hat sie vor ihm große Angst gehabt. Man hat ihr die Angst direkt angesehen“, erzählt eine ältere Nachbarin.

Der Angriff auf die wehrlose Frau dauerte nur wenige Momente. Ein Sohn eines Nachbarn hielt Giovanni Padovani, der keinen Widerstand leistete, bis zum Eintreffen der Polizisten fest.

Nach dem grausamen Mord an Alessandra Matteuzzi steht Bologna unter Schock. Mit Bestürzung und Entsetzen nehmen die Italiener zur Kenntnis, dass Anzeigen und gerichtlich erwirkte Annäherungsverbote gegen zu allem entschlossene Täter kaum Wirkung zeigen. Was kann getan werden, um die Frauen gegen solche mörderische Beziehungstäter besser zu schützen?

Von: ka

Kommentare

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21 Kommentare auf "Schrecklicher Femizid: Frau [56] von Ex-Freund mit Vorschlaghammer erschlagen"


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ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Schon wieder eine Frau, die durch die Hand eines Mannes umgebracht wurde, da die Gesetzgebung das Phänomen nach wie vor nicht ernst nimmt…und schon wieder der Beweis, dass sich irre Psychopathen nicht von Gerichtsbeschlüssen aufhalten lassen. Stalker gehören psychiatrisch abgeklärt und eingesperrt. Frauen, seid aufmerksam mit wem ihr euch einlässt…..es könnte euch das Leben kosten 😥

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 4 Tage

ebbi, das gleiche gilt für Männer manche leben auch gefährlich!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 5 Tage

Dieser Fall zeigt eindeutig wir schwirig es ist Frauen vor solchen Taten zu schützen. Annäherungsverbot war vorhanden. Zu nichts anderem hätte man den späteren Täter vorher “zwingen” können. Andere Alternativen gibt es nicht. Androhung von hohen Strafen oder gar Gefängnis hätte ihn ohnehin nicht davon abgehalten da er sowieso in einer psychischen Ausnahme Situation stand und da denken Täter nicht an zukünftige Strafen, wie die Tat an sich ja beweist.
Leider wird das trotz allen Mitteln zum Schutz von Frauen immer wieder passieren.
Männern muss von Kindheit an, ein anderes Bild von Respekt gegenüber Frauen beigebracht werden!

Nathanbosemann
1 Monat 5 Tage

@NG: Männern muss von Kindheit an, ein anderes Bild von Respekt gegenüber Frauen beigebracht werden!…….sehr guter Ansatz aber bis es soweit ist, muss man potentielle Täter mit einem Annäherungsverbot mit Fußfesseln versehen, die Frau muss einen Chip bekommen und falls die Bannmeile überschritten wird sofortiger Freiheitsentzug für mehrere Jahre.

Summer
Summer
Superredner
1 Monat 5 Tage
Und wer vermittelt dieses andere Bild, wenn schon bisher Frauen als Mütter, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen hauptsächlich und beinahe zu 95% die Erziehung der Männer von heute übernommen haben und es auch weiterhin übernehmen? Solche kurzsichtige Kommentare und Überlegungen greifen absolut zu kurz. Der einzige Ansatz wäre die Vermittlung, dass Partnerschaft und/oder Ehe kein Besitzstandswechsel sind, dass also niemand dem anderen gehört und immer nur sich selbst. Und dieses kranke Denken wird den heranwachsenden Männer von beiden Geschlechtern eingetrichtert, was eben zu solchen abartigen, scheußlichen Taten führt. Hier muss angesetzt werden, denn erst dann kommt es zu Respekt vor jedem Menschen… Weiterlesen »
WeHaveAProblem
WeHaveAProblem
Superredner
1 Monat 4 Tage

Ich frage mich schon lange, ob das Problem in der Kindheit liegt oder was der Auslöser ist, dass ein Mensch so besessen von jemand anderem wird. Aber da stehen wir wieder vor dem allseits bekannten Problem: Wie soll man jemandem helfen, der nicht einsieht, dass er Hilfe braucht?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Summer Unsere Großmütter sind in einer von Männern dominierten Welt aufgewachsen, haben ihre Töchter dahin gehend erzogen und diese erziehen Söhne. Dazu hab ich einiges an Berichten und Dokus gesehen. Das ust nicht auf meinem Mist gewachsen! Mach dich mal schlau!

Hustinettenbaer
1 Monat 4 Tage

Das ist – ein seltener – Fall obsessiver Verfolgung durch eine Frau.
Sie macht einem Pfarrer das Leben unerträglich. Und kann nicht gestoppt werden / wird nicht gestoppt.
“Seit mehr als zwanzig Jahren, davon ist das Gericht nach diesem Berufungsprozess überzeugt, stellt sie dem Geistlichen Michael Hammerschmidt aus dem kleinen Ort Meschede-Freienohl nach: Mit Nackttänzen vor dem Pfarrhaus, obszönen Liebesbotschaften, vulgären Rufen und Gesten. Aufhalten kann die Justiz sie dennoch nicht: An diesem Mittwoch wird sie als schuldunfähig freigesprochen.”
https://www.stern.de/panorama/stern-crime/gestalkter-pfarrer-im-sauerland–freispruch-fuer-79-jaehrige-im-liebeswahn-31633778.html#:~:text=In%20einem%20Berufungsprozess%20sitzt%20die,Pfarrer%20ihres%20Ortes%20gestalkt%20haben.&text=Nacktt%C3%A4nze%20vor%20dem%20Pfarrhaus%20und,Nachstellungen%20einer%20heute%2079%2DJ%C3%A4hrigen.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Hustinettenbaer Kenne den Fall seit langen. Wir du etklährst, was eill man da machen. Gewalttätig ist sie nicht und sonst eben lästig.

Kinig
1 Monat 5 Tage

grauenvolle tat, aber wenn man stalking anzeigt wird in den meisten fällen nichts bzw wenig unternommen, außer dem verbot sich der behausung der/des gestalkten zu nähern und das kontrolliert niemand

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 5 Tage

wenn das so weitergeht dann gute Nacht

Ischjolougisch
Ischjolougisch
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Es müssen strengere Gesetzte her . Solche Täter sollten unter Psychologische Aufsicht gestellt und medizinisch behandelt werden . Nach Verstößen sofort Medikamentendosis anpassen.
Das muß doch heutzutage möglich sein.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 5 Tage

Was willst du so jemand vor der Tat vor werfen? Medikamente? Gehts noch?
Du hast nicht verstanden, das könnte dein Nachbar sein , ohne das du es bemerkst! Was du möchtest, gabs vir 79 Jahren in den USA und früher un Deutschland. Da saßen dann Unschuldige un der Psychiatrie, weils irgend jemand so wollte!
Deune Lösung ist weder praktikabel noch menschlich ok!

Savonarola
1 Monat 5 Tage

die x-te Bestätigung für die Unzulänglichkeit der italienischen Gesetzgebung und Strafverfolgung. Alles wie gehabt: alle wussten, amtsbekannt, niemand konnte, wollte oder durfte etwas dagegen tun, bis es zum unvermeidbaren tragischen Ende kommt.

Billy31
Billy31
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Lebenslange Haft. Im Grunde kann man sich die Prozesserei sparen

Entenonnimuss
Entenonnimuss
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Zu viel “wir sind Helden” korcht?

StreetBob
StreetBob
Superredner
1 Monat 4 Tage

Man muass ollm olles wissen um urteilen zu kennen….

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 4 Tage

Schunn wieder asoa temperamentvoller Südländer der ogscholtn hott, jo will man do nit ingalign bevors passiert eppas tien…?

DerTom
DerTom
Superredner
1 Monat 4 Tage

moch an vorschlog … wos nochher tian wissit i schun – ober wos tat man vorher…

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 4 Tage

Konn i dir sogn, ba der 1. Unzeige von der Frau von verbaler und/oder tätlicher Gewalt Fußfesseln und ollgemein die Strofn ums vielfoche höher!

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 4 Tage

@Streetbob Ahso, und mit wos taschan du noar so eppas entschuldign…?

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