"Aktion scharf" gegen Alkoholexzesse im Badeort

Sieben Österreicher nach Alko-Exzessen aus Lignano verbannt

Montag, 05. Juni 2017 | 07:37 Uhr

Die “Aktion scharf” der Polizei in Lignano gegen Alkoholexzesse junger Österreicher am Pfingstwochenende zeigt Resultate. Gegen sieben Österreicher wurde wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung ein Bann verhängt. In den nächsten zwei Jahren werden sie den Badeort an der Adria nicht mehr betreten dürfen.

Der erste Bann wurde in der Nacht auf Freitag gegen zwei Grazer verhängt. Eine ähnliche Maßnahme wurde am Samstag gegen weitere vier Österreicher ergriffen. Einer von ihnen wurde beim Urinieren vor Minderjährigen erwischt. Alle sieben müssen sich vor der italienischen Justiz verantworten, berichtete die friaulische Tageszeitung “Il Messaggero Veneto”.

Weitere 15 Österreicher wurden wegen Trunkenheit und weitere vier wegen Urinierens auf der Straße angezeigt. Fünf Österreicher mussten wegen ihrer Alkoholexzesse ins Spital eingeliefert werden. Junge Österreicher verschmutzten zudem den Strand mit Flaschen und Müll, berichtete das Blatt.

Ein 21-jähriger Salzburger musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus von Udine eingeliefert werden, nachdem er in Lignano von einer Höhe von vier Metern abstürzte. Der Salzburger war auf eine Dachdeckung aus Plexiglas geklettert, die unter seinem Gewicht nachließ, abgestürzt und hattee sich schwer verletzt.

Der Unfall ereignete sich unweit der Carabinieri-Kaserne von Lignano, berichteten friaulische Medien am Sonntag. Der Jugendliche wurde ins Krankenhaus von Udine geflogen, wo er behandelt wurde. Er schwebe nicht in Lebensgefahr, hieß es.

Über 200 Polizisten, darunter auch aus Kärnten eingereiste Sicherheitskräfte, wurden für einen ruhigen Verlauf des Wochenendes eingesetzt. Jeden Abend sind bis zu elf Polizeistreifen unterwegs. Seit vielen Jahren kommt es zu Pfingsten in Lignano zu Alkoholexzessen junger Österreicher.

Von: apa