Regierung plant Verlängerung der Skipisten-Schließung

Ski-Lockdown: Südtirol und andere Regionen urgieren Hilfen

Dienstag, 12. Januar 2021 | 11:55 Uhr

Bozen – Sechs oberitalienische Regionen – Aostatal, Piemont, Venetien, Lombardei, Friaul Julisch Venetien und Trentino Südtirol – sowie die Apenninregion Abruzzen fordern von der Regierung in Rom dringende Stützungsmaßnahmen für den Wintertourismus. Angesichts der steigenden Infektionszahlen sei es unwahrscheinlich, dass die Skipisten am 18. Jänner wieder öffnen können, hieß es im Schreiben der Regionen.

Die Regierung in Rom hat kürzlich die Wiedereröffnung der Skipisten vom 7. auf den 18. Jänner verschoben. “Der Wintertourismus leidet wegen des fehlenden Umsatzes der Weihnachtsfeiertage. Nach Ende der Epidemie droht Gefahr, dass sich der Wintertourismus nicht mehr erholt. Daher sind sofortige Stützungsmaßnahme für Betriebe und Saisonarbeiter notwendig”, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben der Regionen.

Allein für den Neustart der Skipisten seien Stützungsgelder in der Größenordnung von 500 Mio. Euro notwendig, forderte der Verband der Seilbahn- und Skiliftbetreiber ANEF. Dem Verband gehören 400 Betriebe an, die jährlich einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro generieren und 15.000 Personen beschäftigen.

ANEF-Präsidentin Valentina Ghezzi unterstrich, dass die Skiliftbetreiber in Österreich bereits Stützungsmaßnahmen erhalten haben.”In Frankreich sind Skilehrer mit 10.000 Euro netto für einen viermonatigen Stillstand entschädigt worden. Wir sind das Schlusslicht Europas”, kritisierte Ghezzi laut der Tageszeitung “La Stampa” (Dienstagsausgabe).

Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri kündigte indes ein neues Paket mit Maßnahmen in der Größenordnung von 24 Mrd. Euro zur Stützung der Wirtschaftssektoren an, die am stärksten von der Krise betroffen sind. Italien zählt mit über 78.000 Todesopfern zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Länder. Über 2,5 Millionen Menschen haben sich mit SARS-CoV-2 infiziert.

Von: apa

Bezirk: Bozen