Ski-Lockdown

Skiurlaubs-Verbot würde Italien 20 Mrd. Euro kosten

Donnerstag, 26. November 2020 | 12:05 Uhr

Italiens einseitiger Beschluss, das Skifahren zu Weihnachten zu verbieten, würde für das Land einen Verlust von 20 Prozent bedeuten, was einem Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) entspricht. Dies geht aus Schätzungen der Beauftragten für den Wintertourismus der sechs norditalienischen Regionen Lombardei, Piemont, Aostatal, Trentino Südtirol, Venetien und Friaul Julisch Venetien hervor.

“Es geht nicht nur ums Skifahren: Die ganze Bergwirtschaft und hunderttausende Jobs hängen vom Wintertourismus ab”, hieß es in einer Mitteilung der Beauftragten für den Wintertourismus der sechs Regionen, die um ein Treffen mit der Regierung in Rom baten.

Um den Wintertourismus würden Skianlagen, Gastronomie, Hotellerie, Handel, Skischulen, sowie Privattransport und Mode kreisen. Die Schäden infolge eines Skiurlaub-Verbots würden nicht nur den Alpen- sondern auch den gesamte Apenninraum betreffen. “Über die Weihnachtsfeiertage zu schließen, bedeutet die ganze Wintersaison zu beeinträchtigen. Viele Betriebe werden nicht mehr öffnen können”, hieß es in dem Schreiben. Die Regionen richteten einen Appell an Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri, damit die Regierung ihre Pläne bezüglich der Weihnachtszeit überdenke.

Die Skiregionen reagierten damit auf den Vorstoß von Gesundheitsminister Roberto Speranza, der ein Skiverbot in seinem Land während der Weihnachtszeit für “unvermeidbar” hält. Bei über 700 Covid-19-Todesopfern pro Tag in Italien müssten die Skianlagen bis Ende dieses Jahres geschlossen bleiben, so der Minister.

Von: apa