Bauernhöfe im ganzen Land wurden untersucht

Sklavereiähnliche Zustände in italienischen Agrarbetrieben

Dienstag, 25. Juli 2017 | 14:34 Uhr

Wegen des Verdachts auf Ausbeutung von Landarbeitern hat die italienische Polizei zehn Menschen festgenommen und 24 angezeigt. Im Zuge einer mehrere Wochen dauernden landesweiten Aktion gegen sklavereiähnliche Zustände in der Landwirtschaft wurden mehr als 75 Agrarbetriebe durchsucht, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

In einem der schlimmsten Fälle mussten Arbeiter im sizilianischen Tomaten-Anbaugebiet von Ragusa Zwölf-Stunden-Schichten absolvieren und verdienten nur 2,50 Euro pro Stunde. Die italienische Polizei hatte in den vergangenen vier Wochen Bauernhöfe im ganzen Land durchsucht. Die Beamten schlossen vier Betriebe und verhängten Strafen von insgesamt 108.000 Euro.

Die Ausbeutung von Arbeitern ist in der Landwirtschaft und im Baugewerbe in Italien ein großes Problem. Viele der Tausenden Migranten aus Afrika sind betroffen. Die Mafia kontrolliert ein System von Arbeiter-Trupps, die in diesen Bereichen eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr erließ Italiens Regierung ein Gesetz, das Arbeitgeber und Anwerber von illegalen Arbeitskräften mit Geldbußen und Gefängnis von bis zu sechs Jahren bestraft.

Von: APA/dpa

Kommentare

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11 Kommentare auf "Sklavereiähnliche Zustände in italienischen Agrarbetrieben"


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enkedu
enkedu
Universalgelehrter
23 Tage 17 h

die konzerne drücken die tomatenpreise auf 8cent. die shuttlehelfer bringen afrikaner und leeren sie einfach ab. auffanglager warten nur auf ihre 35 euro je tag. und mitten drinnen die agrarmafia. täter oder mitopfer?

die gesellschaft und unsere zukunft gehören zu den opfern.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
23 Tage 4 h

… und Sie fördern das Ganze, indem Sie das billige Aldi-Gemüse kaufen.

hundeseele
hundeseele
Grünschnabel
23 Tage 16 h

sklaverei??? ….gibt es in fast allen sparten nicht nur im Agrarsektor…..

Staenkerer
23 Tage 14 h

mit den hot man jo rechnen gemiet! obs des schun lei in südtitalien gib … od. findet man de sklavenorbeit epper a in ondre euländer …

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
23 Tage 14 h

Habe gehört das es bei uns auch Bauern und Hoteliers gibt die nur 4€/h zahlen.

rosarote brille
rosarote brille
Grünschnabel
23 Tage 13 h

Sel find i schlimm! Viele sein auf Hilfsarbeiter ongwiesn OBR: de solltn laut Tarif entlohnt wearn UND menschenwürdig unterbrocht!

peterle
peterle
Tratscher
23 Tage 3 h

Kenne einen Koch der in einer Saison mehrere ausländische Abspüler “verbraucht” hat. Jedes mal wenn er beim Hotelier reklamiert hat, wurde der betreffende Ausländer hinausgeschmissen. Der “Chef” hat ihm noch Geld für das Zugtiket mitgegeben. Auch die Landwirte bei warten auf die Zuteilung dr Flüchtlinfe um die kommmende Ernte kostengünstig einzufahren.

steidler
steidler
Grünschnabel
23 Tage 2 h

@peterle Zuerst abwarten und dann so einen “Schmarrn” schreiben!

tom
tom
Tratscher
23 Tage 2 h

Das Wegwerfen des Passes hat halt auch Nachteile

Bubi
Bubi
Tratscher
23 Tage 3 h

das ist nichts neues neu ist vielleicht daß endlich einmal kontrolliert wird.

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