Alitalia sucht einen potenten Geldgeber

Streit Rom-Paris droht sich negativ auf Alitalia auszuwirken

Samstag, 09. Februar 2019 | 12:09 Uhr

Der Streit zwischen Italien und Frankreich droht sich negativ auf die Zukunft der maroden Airline Alitalia auszuwirken. Air France-KLM, die Interesse am Einstieg bei der Alitalia signalisiert hatte, habe inzwischen auf den Plan zur Übernahme eines Aktienpakets an der Fluggesellschaft verzichtet, berichteten italienische Medien in Rom.

Air France-KLM hatte mit der US-Airline Delta einen Einstieg bei Alitalia mit einem 40-Prozent-Anteil erwogen. Dem Plan zufolge sollten die italienischen Staatsbahnen (FS – Ferrovie dello Stato), die ein verbindliches Angebot für Alitalia eingereicht haben, eine 25-prozentige Beteiligung an der italienischen Fluggesellschaft übernehmen. Auch der italienische Staat soll direkt bei Alitalia einsteigen. Ein der Airline gewährter staatlicher Brückenkredit in der Größenordnung von 900 Mio. Euro soll in Alitalia-Aktien umgewandelt werden.

Vizepremier Luigi Di Maio bestritt, dass der Verzicht von Air France-KLM auf weitere Gespräche für den Einstieg bei Alitalia mit den derzeitigen Spannungen zwischen Rom Paris zusammenhänge. Air France-KLM habe bereits vor Wochen bekannt gegeben, keine Alitalia-Anteile erwerben zu wollen, erklärte Di Maio, der auch Industrieminister ist und persönlich die Verhandlungen um die Zukunft der Airline verfolgt.

Paris hatte am Donnerstag seinen Botschafter aus dem Nachbarland für Gespräche zurückgerufen. “Das ist kein dauerhafter Rückruf”, sagte der französische Regierungssprecher Benjamin Grivaux am Freitag. Di Maio war Anfang der Woche in Frankreich mit französischen “Gelbwesten”-Aktivisten zusammengekommen. Die “Gelbwesten”-Bewegung demonstriert seit Monaten gegen den Präsidenten Emmanuel Macron und die Reformpolitik der Mitte-Regierung. Di Maio bezeichnete sein Treffen mit Vertretern der “Gelbwesten” als “vollkommen legitim”.

Von: apa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Streit Rom-Paris droht sich negativ auf Alitalia auszuwirken"


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Mikeman
Mikeman
Kinig
6 Tage 17 h

Die Absage war ja vorherzusehen ,überall der selbe politische …..haufen und jetzt werden sich die Aasgeier ins Fäustchen lachen und wie immer den höchsten Preis bezahlen die Arbeitnehmer.

Mikeman
Mikeman
Kinig
6 Tage 13 h

@ m69
Dies hätte man bereits vor 20 Jahren durchziehen müssen,jetzt ist die Gefahr dass sich Aasgeier auch den gesamten italienischen Markt samt Fiumicino und Malpensa mitschlucken und das Personal dann sowieso regelrecht demūtigen,das ist so gut wie sicher,ich glaub Du hast verstanden was ich damit meinte !! 😳

m69
m69
Kinig
5 Tage 8 h
Tabernakel
6 Tage 13 h

Ein Erfolg Salvinis.

m69
m69
Kinig
6 Tage 10 h

https://www.suedtirolnews.it/user/tabernakel/

Siue sind wieder mal Experte für ales, was? LOL!

m69
m69
Kinig
6 Tage 16 h

diese Pleitefirma ist nicht zu retten! 
Zwangsliquidierung und fertig, so viel Geld ist mittlerweile in diesem Projekt geflossen, aber egal, gebracht hat es nichts…..

wie sagt man so schön:”paga pantalone”! 🙂

ifinger947
ifinger947
Grünschnabel
5 Tage 12 h

Wer diese Pleite Alitalia kauft oder auch geschenkt bekommt ist nicht ganz HOLLA ? Denn mit diesen Gewerkschaften ist nie eine rentable Airlain zu machen. Da müssen wenigstens 10.000 Wasserköpfe rollen 🙁

ifinger947
ifinger947
Grünschnabel
4 Tage 22 h

Mikeman= die Aasgeier sind die Gewerkschaften die seit Jahrzehnten mit Ihrer Vetterleswirtschaft diesen Betrieb regelmäßig ruinieren ! Vom Drauflegen kann Niemand existieren ! Aber das begreift in Italia leider Niemand . Da sind schon mehrere Milliarden Steuergeld geflossen und werden weiterhin fließen weil sich Niemand traut endlich den Konkurs zu beschließen.

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