"Mit Beschimpfungen und Beleidigungen erreicht man nichts"

SVP ruft Regierung Conte zu gemäßigteren Tönen auf

Dienstag, 16. Oktober 2018 | 17:35 Uhr

Die Südtiroler Volkspartei (SVP) hat die italienische Regierung zu mehr Zurückhaltung bei den Äußerungen in Zusammenhang mit der EU-Politik aufgerufen. “Mit Beschimpfungen und Beleidigungen erreicht man nichts”, meinte die SVP-Vorsitzende Julia Unterberger im Namen der Autonomiegruppe im Senat.

“Die bisherige Strategie hat sich als nicht zielführend erwiesen”, betonte Unterberger in einer Presseaussendung am Dienstag. Im Juni sei hinsichtlich der Asylbewerber ein für Italien absolut falscher Schritt gemacht worden. Der Übergang von der verpflichtenden zur freiwilligen Verteilung auf die EU-Mitgliedssaaten stelle “ein Geschenk an die eigennützig denkenden Visegrad-Staaten” dar.

Auch in Zusammenhang mit dem Staatsbudget bringe es nichts, sich über die Politik auf europäischer Ebene aufzuregen: “Weil diese die Risiken von Italien und seiner hohen Verschuldung aufgezeigt hat? Das ist als ob man sich über ein Thermometer aufregt, nur weil es Fieber anzeigt”, sagte die SVP-Parlamentarierin. In Wirklichkeit isoliere sich Italien immer weiter. “Als überzeugte Europäerinnen und Europäer sind wir sehr darüber besorgt, was in Italien derzeit passiert”, sagte Unterberger.

Von: apa

Bezirk: Bozen