Taxifahrer fühlen sich bei Liberalisierung benachteiligt

Taxifahrerstreik in ganz Italien

Dienstag, 05. Juli 2022 | 13:30 Uhr

Taxifahrer sind ab Dienstag in ganz Italien in einen zweitägigen Streit. Sie protestierten damit gegen Liberalisierungsmaßnahmen der Regierung unter Premier Mario Draghi, die ihrer Ansicht nach den Fahrdienstvermittler Uber und andere Plattformen begünstigen.

In Rom kam es zu einer Demonstration von Taxifahrern aus ganz Italien auf dem zentralen Piazza Venezia. Die Gewerkschaften der Taxifahrer fordern die Änderung des Pakets mit den Liberalisierungsmaßnahmen, die ihrer Ansicht nach multinationale Konzerne wie Uber begünstigen. Wegen des Taxistreiks zu einer touristenstarken Zeit ist in ganz Italien mit Unannehmlichkeiten zu rechnen.

Die Demonstranten drohten mit weiteren Aktionen. Mit Uber gehe alles an der Steuer vorbei, während Taxifahrer alle Regeln einhalten müssten, lautet weiters die Kritik. Die Taxifahrer befürchten, ihre Marktposition durch zunehmende Liberalisierung zu verlieren. Sie haben teilweise hohe Summen für die Lizenzen gezahlt, die in Großstädten bis zu 250.000 Euro kosten können und bei einer Marktöffnung nun an Wert einbüßen würden.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Taxifahrerstreik in ganz Italien"


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moler
moler
Superredner
1 Monat 3 Tage

Die Lizenzen kosten nur eine Stempelgebühr.
Diese summen stammen von den Taxifahrern selbst, um noch eine schöne Abfertigung zu erhalten.
Schuld sind aber die Gemeinden, die die Lizenzen nicht zurückfordern und selbst wieder ausschreiben.

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Verständlich, daß ein Taxler “seine Lizenz” als Kapital schützen will.
Prüfung und Gewerbe anmelden – das wäre der “normale” Weg, diesen Beruf auszuüben. Das muß auch für UBER gelten. Nur zur Gleichbehandlung.
Es sind schon zu viele Sparten, die auf Kosten der Arbeitenden diese allgemeinen Regeln umgehen -und nicht mal Steuern zahlen!

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

Eine Lösung wäre, dass UBER ebenfalls für Lizenzen bezahlen muss. Diese Einnahmen werden dafür verwendet, den Wertverlust der Lizenzen für Taxifahrer auszugleichen.

UBER können sich das Geld dann ja durch höhere Abgaben bei ihren Fahren wiederholen, falls diese mit der geringeren Gewinnspanne noch fahren wollen.

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Dieses Lizenzsystem ist sowas von korrupt! Als wenn die Fahrerlaubnis für Personentransport und Firmenanmeldung wie in allen anderen Branchen nicht genügen würde.

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