Nach den Tätern wird gefahndet – acht Verletzte

Tod durch jugendliche Raserei: Zwei Brüder gefasst

Dienstag, 02. Juni 2015 | 09:30 Uhr

Rom – Die Polizei hat die zwei Brüder gefasst, dass nach einem tödlichen Unfall in Rom fünf Tage lang auf der Flucht waren. Bei dem Unfall wurde eine 44-jährige Frau aus den Philippinen getötet. Acht weitere Personen wurden verletzt. Bei den Flüchtigen handelt es sich um einen 17-Jährigen und einen 19-Jährigen. Der 17-Jährige sei offenbar am Steuer gesessen, erklärte Innenminister Angelino Alfano laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa. Beiden droht eine Anklage wegen Totschlags.

Bei der Beweisaufnahme in der Quästur machten beide vor dem Richter von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch. Wie die Schwester der beiden Brüder erklärte, habe die Mutter der Familie die Polizei verständigt, nachdem sie sie aufgespürt hatte.

Die beiden hatten sich zwischen Büschen in einem Feld neben der Schule fünf Tage lang versteckt. Die Schwester erklärte auch, dass sie die Verwandten der tödlich verunglückten Frau aufsuchen wolle, um ihnen im Namen ihrer Familie das Beileid auszudrücken und um Verzeihung zu bitten.

Die 17-jährige Frau von einem der beiden befindet sich derzeit im Gefängnis. Ihr wird Beihilfe vorgeworfen. Das Ehepaar hat gemeinsam ein zehn Monate altes Kind.

Bürgermeister Ignazio Marino erklärte laut Ansa, dass sich die Stadt als Nebenkläger in das Verfahren einlassen werde.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (30.05.2015)

In Rom und Umgebung läuft die Fahndung nach jenem Straßenrowdy auf Hochtouren, der für den Tod einer 44-jährigen Frau aus den Philippinen verantwortlich ist. Über acht weitere Personen wurden laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa verletzt. Die Verletzten schweben nicht in Lebensgefahr.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um Corazon Abordo. Die Ordnungshüter suchen nach einem Minderjährigen und einer weiteren Person, dessen Alter bislang unbekannt ist.

Die Schwester von einem der Minderjährigen, die im Wagen saßen, versicherte, dass sich ihr Bruder stellen würde.

Inzwischen wurde die Festnahme einer 17-Jährigen vonseiten des Untersuchungsrichters am Jugendgericht bestätigt, die ebenfalls im Wagen saß.

Einer der Flüchtigen soll der Mann der 17-Jährigen sein. Beide habe ein zehn Monate altes Kind. Die 17-Jährige wurde einem langen Verhör unterzogen. Laut den Verteidigern der 17-Jährigen stehe die Jugendliche unter Schock.

Inzwischen sind auf sozialen Netzwerken rassistische Kommentare aufgetaucht. Veröffentlicht wurden auf Facebook die Fotos von zwei angeblichen Roma. Dabei soll es sich um die Flüchtigen handeln. Die Polizei betont jedoch, dass nicht sie diese Steckbriefe veröffentlicht habe.

Von: ©mk