Fünfstündiges Verhör

Tod von Bärenflüsterer: Verdächtiger beteuert Unschuld

Donnerstag, 07. Juli 2022 | 07:27 Uhr

Trient – David Dallago, der im Verdacht steht, für den Tod des Försters Fausto Iob im Nonstal verantwortlich zu sein, hat seine Unschuld beteuert. Der 37-jährige Holzarbeiter sitzt seit Anfang Juni im Gefängnis von Trient in Untersuchungshaft. Bei einer fünfstündigen Anhörung durch Staatsanwältin Licia Scagliarini ist Medienberichten zufolge sein Ablauf am Tag des Verschwindens von Iob rekonstruiert worden. Dabei erklärte Dallago, er sei unschuldig.

Der Förster aus Sanzeno, der vor allem wegen seiner engen Beziehung zum Bären von San Romedio weit über das Trentino hinaus Bekanntheit erlangte, war nach zweitägiger Suche am Sonntag, den 5. Juni leblos im Santa-Giustina-See am Ufer der Fraktion Banco aufgefunden worden. Wie berichtet, war er noch am Leben, als er ins Wasser geworfen wurde. Der 59-jährige Bärenflüsterer soll laut dem neuesten Ermittlungsstand trotz der 18 ihm zugefügten Verletzungen nicht daran gestorben, sondern ertrunken sein.

Der Verdacht richtete sich bald auf den 37-jährigen Holzfäller David Dallago. Er gehört nämlich zu jenen Personen, die Fausto Iob zuletzt vor seinem Tod lebend gesehen haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Iob den Holzarbeiter dabei erwischt haben soll, wie er Holz aus einem öffentlichen Waldstück entwendet hat. Das könnte das mutmaßliche Motiv darstellen. Am Tag nach der Festnahme hatte Dallago es vorgezogen, zu schweigen. Auch beim Garantieverhör gab er keine Aussage zu Protokoll.

Von: luk

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