Zahl der Übernachtungen um 55 Prozent eingebrochen

Tourismus in Italien sinkt wegen Corona auf Niveau von 1969

Samstag, 02. Januar 2021 | 07:58 Uhr

Für den italienischen Tourismus geht ein katastrophales Jahr zu Ende. Wegen der Coronapandemie ist der Umsatz des Fremdenverkehrs auf ein Niveau wie im Jahr 1969 eingebrochen, meldet der Touristikverband Assoturismo Confesercenti. Bei der Zahl der Übernachtungen kam es zu einem Einbruch von 55 Prozent. Gegenüber 2019 gingen 83,6 Millionen Übernachtungen italienischer Touristen verloren. Hinzu fielen 157,1 Millionen Übernachtungen ausländischer Besucher aus.

Mit dem Touristenschwund ist ein Konsumrückgang in der Größenordnung von 50 Mrd. Euro verbunden, geht aus einer Studie des Verbands hervor. Allein wegen des Lockdowns über die Weihnachtsfeiertage musste Italien auf 3,5 Millionen italienische und ausländische Touristen verzichten, die dem Fremdenverkehr einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro beschert hätten.

Der italienische Fremdenverkehr, der 13 Prozent von Italiens Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmacht, rechnet mit erheblichen Problemen auch im neuen Jahr. “Es ist schwierig zu denken, dass der Fremdenverkehr vor der zweiten Hälfte 2021 neu starten wird”, so Vittorio Messina, Präsident von Assoturismo Confesercenti.

Italien wurde hart von der Coronakrise getroffen. Im Frühjahr war Reisen unter Lockdown-Bedingungen kaum möglich. Eine leichte Erholung kam in den Sommermonaten, als Italien die Corona-Regeln wieder lockerte. Gleichzeitig galt diese Entscheidung auch als ein Grund für wieder steigende Corona-Infektionszahlen. Insgesamt verzeichnete das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern bisher mehr als 72.000 Tote mit Sars-CoV-2 und mehr als 2,056 Millionen Corona-Infektionen.

Von: apa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Tourismus in Italien sinkt wegen Corona auf Niveau von 1969"


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meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
22 Tage 36 Min

Italien hat eine der höchsten Sterblichkeit und eine sehr schlechte Figur in der Bekämpfung der Coronakriese zu verzeichnen. Das erforderte Reiseeinschränkungen und schreckt zudem viele Touristen ab, vor allem jene die Sicherheit wollen.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

Das freut vor allem die Grünen.

peterle
peterle
Universalgelehrter
21 Tage 23 h

Es wäre die Gelegenheit in der Politik auf Junges Blut zu setzen und deren neues Denken anzugehen. Covid hat gezeigt dass das Lebewesen Mensch nicht auf immer äter werden ausgerichtet ist. Die KI wird uns zeigen wohin die Reise gehen muss um das 21. Jahrhundert als Umbruch und neues humanes Leben hinzunehmen.

Ars Vivendi
21 Tage 22 h

@peterle…stimmt, die Alten !! gehören alle weg 😡😭🙈 . Ups, da gehöre ich ja auch dazu 😱, na dann, besser doch (noch) nicht….

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
22 Tage 2 h

Sympatisch an dieser Zeit war das viele “echte Gastgewerbe”. 
Heute bewegen sich die Touristiker in einer Art Immobilienspekulation.
Irgendwann kommt aber alles zurück….

Reitiatz
Reitiatz
Universalgelehrter
22 Tage 1 h

wor nicht onders zu erwortn und gonz ehrlich i hons mr nou viel schlimer vourgstellt 🤔

inni
inni
Superredner
21 Tage 18 h

Ich möchte zu dieser Zeit gerne in aller Ruhe Venedig, Florenz, Pompei, Rom, den Vatikan besuchen dürfen, die in normalen Zeiten heillos überrennt sind.

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