Ein Drittel berichtet von Steigerung der Warenpreise infolge der höheren Transportkosten

Transit: Italiens Unternehmen beklagen längere Lieferzeiten

Mittwoch, 04. März 2020 | 14:05 Uhr

46 Prozent der Unternehmen in Italien im Raum zwischen Südtirol und Modena (Emilia-Romagna) beklagen längere Lieferzeiten wegen der Tiroler Fahrverbote. Dies geht aus einer vom Frächterverband Uniontrasporti am Mittwoch veröffentlichten Umfrage hervor. Ein Drittel dieser Unternehmen bemängelt auch eine Steigerung der Warenpreise infolge der höheren Transportkosten.

Rund ein Viertel der befragten Betriebe beklagen, dass sie wegen der Transitverbote 50 bis 100 Prozent ihrer Fahrzeuge nicht mehr nutzen könnten. Einen alternativen Fahrweg zum Brenner komme nicht infrage, da er zusätzliche Ausgaben in Höhe von 30 Prozent bedeuten würde, ergab die Umfrage.

Die Rollende Landstraße der ÖBB (RoLa) sei wegen der Ladungs- und Abladungszeiten keine effiziente Alternative. Elf Prozent der befragten italienischen Unternehmen hätten Angebote für Transportdienste seitens Tiroler und österreichischer Transportunternehmen erhalten. “Sie profitieren von der Tatsache, dass sie nicht den Tiroler Fahrverboten unterstehen müssen”, hieß es.

“Die Ergebnisse dieser Umfrage dementieren die Behauptung der Tiroler Landesregierung, laut der die Fahrverbote nicht wettbewerbsverzerrend sind”, so Uniontrasporti. Der Verband forderte “faire Lösungen”im Transitstreit, die italienische Unternehmen nicht belasten. Der Frächterverband unterstütze die Position der italienischen Regierung und der EU-Kommission in Sachen Transit.

Von: apa