Abschied von 26 im Mittelmeer ertrunkenen Teenagerinnen

Trauerzeremonie für 26 tote Migrantinnen in Italien

Freitag, 17. November 2017 | 16:37 Uhr

In der süditalienischen Stadt Salerno sind am Freitag die 26 afrikanischen Migrantinnen beigesetzt worden, deren Leichen von einem spanischen Schiff am 5. November nach Italien gebracht worden sind. Zur Trauerzeremonie wurde die Bevölkerung der Stadt Salerno eingeladen. Auf jeden der 26 Särge wurde eine weiße Rose gelegt.

An der Trauerzeremonie beteiligte sich auch der Ehemann einer schwangeren Migrantin, die bei der Fahrt ums Leben gekommen ist. Der Freitag wurde in Salerno zum Trauertag erklärt. Die Ex-EU-Menschenrechtskommissarin Emma Bonino erklärte, dass sie eine am kommenden Dienstag geplante Konferenz über Frauenhandel den verstorbenen Migrantinnen widmen werde.

Die Ermittler von Palermo stellten fest, dass die jungen Frauen ertrunken sind. Auf ihren Leichen wurden keine Spuren von Gewalt entdeckt. Die Leichen wurden im Rahmen einer Rettungsaktion vor der libyschen Küste am 3. November geborgen, bei der 410 Migranten gerettet wurden.

Laut dem italienischen Innenministerium ist die Zahl der Flüchtlingsankünfte im Jahr 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 30 Prozent gesunken. Die italienischen Rechtsparteien schlagen jedoch Alarm wegen einer neuen Flüchtlingswelle. “Der Menschenhandel nimmt wieder zu, was das Scheitern der Regierung im Kampf gegen die illegale Einwanderung bezeugt”, kommentierte die oppositionelle Partei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi.

Von: apa