Appell der Forza Italia an Regierung in Rom

Trentino fordert Aufnahme in Interreg-Programm mit Österreich

Samstag, 02. März 2019 | 12:10 Uhr

Im Trentino wächst die Forderung nach einer Aufnahme der norditalienischen Region ins grenzüberschreitende EU-Kooperationsprogramm Interreg VI zwischen Italien und Österreich. Derzeit wird in Brüssel über die neuen Finanzierungen für Europas regionalen Entwicklungsfonds 2021-2027 diskutiert, zu dem auch das Interreg-VI-Programm gehört.

“Das Interreg-VI-Programm ist eines der Schlüsselelemente zur grenzüberschreitenden Kooperation in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt, Forschung, Bildung, Verkehr und umweltfreundliche Energie. Wir begreifen nicht, warum das Trentino, das nur wenige Kilometer von Österreich entfernt ist, aus dem Programm ausgeschlossen worden ist”, kritisierte die Senatorin der rechtskonservativen Partei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi, Elena Testor, in einer Presseaussendung am Samstag.

Die Senatorin brachte im Parlament in Rom eine Anfrage an die italienische Regierung ein, um die Gründe des Ausschlusses des Trentino aus dem Programm zu ergründen. Das Interreg-Programm sei mit über 100 Millionen Euro dotiert. In einer Phase starker Kürzungen staatlicher Gelder wären Beiträge aus Brüssel für das Trentino besonders wichtig betonte die Senatorin. Sie hob die engen historischen, kulturellen und geografischen Beziehungen zwischen Österreich und dem Trentino hervor. In der Region würden mehrere Minderheitsgruppen leben, die dank des Interreg-Programms besser gefördert werden könnten.

Mit einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratkilometer und einer Bevölkerung von mehr als 5,5 Millionen Einwohnern erstreckt sich das Gebiet des Interreg-VI-Programms zwischen Italien und Österreich auf insgesamt 19 Gebiete. Auf italienischer Seite gehören dem Programm Südtirol, Friaul und Teile Venetiens, nicht aber die Region Trentino an.

Von: apa