Es soll ein Fünf-Sterne-Hotel werden

Triest bestätigt österreichisches Interesse für Luxuspalast

Samstag, 13. Mai 2017 | 08:55 Uhr

Die Gemeinde Triest hat das Interesse einer österreichischen Gesellschaft für den Erwerb von Palazzo Carciotti, einem der traditionsreichsten Gebäude im Herzen der Hafenstadt, bestätigt. Das Gebäude, der erste Sitz der Versicherungsgesellschaft Generali, soll in ein Fünf-Sterne-Hotel umgewandelt werden. Außerdem sind auch Luxusboutiquen geplant.

Die österreichische Gesellschaft, deren Name nicht bekannt ist, will bei einer von der Gemeinde im Herbst geplanten Versteigerung ihr Angebot für den im 18. Jahrhundert errichteten Palazzo mit direktem Ausblick auf das Meer einreichen, dessen Wert auf etwa 20 Mio. Euro geschätzt wird, berichtete das Triester Gemeinderatsmitglied Lorenzo Giorgi laut Medienangaben. Die Gemeinde will dafür sorgen, dass zumindest Teil des Palazzo Touristen und Einwohnern zugänglich bleibt.

Im Gebäude mit einer Fläche von 15.000 Quadratmetern wohnte 1816 eine kurze Zeit lang Österreichs Staatskanzler und Außenminister Fürst Metternich. 1831 wurde der Palast zum ersten Sitz der Versicherungsgesellschaft Generali. Später diente er als Sitz der Österreichisch-ungarischen Bank. Zurzeit sind noch einige Büros der Gemeinde Triest untergebracht. Wegen der hohen Kosten für die Instandhaltung des Palazzo soll er jetzt privatisiert werden.

Der Standort Triest wird für österreichische Investoren immer attraktiver. Mitte April hatte sich der Klagenfurter Immobilienentwickler MID Holding bei einer Versteigerung für den Erwerb des ehemaligen Messegeländes in Triest mit einem Angebot von 12 Mio. Euro durchgesetzt. Weitere drei Interessenten, darunter eine österreichische Firma, deren Name nicht bekannt gegeben wurde, hatten sich an der Versteigerung der Gemeinde Triest beteiligt.

Von: apa