Zugangsstraßen zum Pass zwischen Lombardei und Südtirol unterbrochen

180 Personen sitzen am Stilfserjoch fest

Dienstag, 30. Oktober 2018 | 10:20 Uhr

Stilfserjoch – Rund 180 Personen, darunter Touristen und Personal von Hotels , sitzen seit Samstag am Stilfserjoch, dem Gebirgspass in den Ortler-Alpen zwischen der Lombardei und Südtirol, fest. Wegen eines heftigen Schneepasses sind alle drei Zugangsstraßen zum Pass mit einer Höhe von 2.757 Meter unterbrochen, berichteten italienische Medien.

Das Stilfserjoch der höchste Gebirgspass in Italien und der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen. Es verbindet Bormio im Veltlin (Lombardei) mit Prad im Vinschgau (Südtirol). Im Veltlin kam es zu mehreren Erdrutschen. Die Veltliner Skiortschaft Santa Caterina Valfurva ist vom Rest der Welt abgeschnitten, berichteten italienische Medien. In Trentino wird nach einer Person gesucht, die im Levico-See vermisst ist. In der Trentiner Thermalortschaft Levico mussten 70 Personen ihre Wohnungen verlassen.

Die Dolomiten-Bergortschaft Plodn/Sappada, deutsche Sprachinsel in der Provinz Belluno, ist seit Montagnachmittag vom Rest der Welt abgeschnitten. Eine zur Gemeinde führende Straße war wegen eines Erdrutsches unterbrochen, eine zweite wurde wegen der Gefahr einstürzender Bäume geschlossen. Die Stromversorgung wurde unterbrochen. Gebäude entlang des Flusses Piave wurden beschädigt. Circa 20.000 Haushalte sind in der Provinz Udine ohne Strom.

Von: apa

Bezirk: Vinschgau