Das Coronavirus machte auch nicht vor dem Vatikan halt

Vatikan bekam auch finanziell die Coronapandemie zu spüren

Samstag, 24. Juli 2021 | 13:52 Uhr

Die Wirtschaftsbilanz des Vatikan im Coronajahr 2020 fällt ernüchternd aus. Deutliche Einbrüche wurden bei den Finanzanlagen mit einem Minus von 51,8 Mio. Euro verzeichnet. Auch das außerordentliche Ergebnis war um 17,8 Mio. Euro niedriger, gab Juan Antonio Guerrero Alves, Wirtschaftspräfekt im Vatikan, an. Zum Vergleich: Das Defizit von 2019 belief sich auf 11,1 Mio. Euro, jenes im Corona-Jahr 2020 auf 66,3 Mio. Euro.

Das ordentliche Defizit sei um 14,4 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr – 64,8 Mio. Euro im Jahr 2020 gegenüber 79,2 Mio. Euro im Jahr 2019, so der spanische Jesuit, den Papst Franziskus 2018 zum Präfekten des Wirtschaftssekretariats und damit zum obersten Finanzchef der Kurie bestellte, im Interview mit “Vatican News” am Samstag.

Guerrero stellte klar, dass diese Zahlen ausschließlich den Heiligen Stuhl – die Römische Kurie – betreffen. Darüber hinaus haben der Vatikanstaat, das Geldinstitut IOR und eine Reihe weiterer Einrichtungen eigene Bilanzen, so etwa vatikanische Stiftungen, Krankenhäuser, der Pensionsfonds, der Gesundheitsdienst und andere. “Wenn wir alle Einrichtungen zusammenfassen würden, wäre das Bild noch etwas schlechter, weil die Einrichtungen des Heiligen Stuhls nicht gewinnorientiert sind”, erklärte Guerrero.

Auch beim Peterspfennig, der Spende von Gläubigen weltweit zugunsten der Sendung des Papstes, tat sich eine Negativ-Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben aus. 44 Mio. Euro an Spenden kamen im Zug des Peterspfennigs letztes Jahr herein, aber 62 Mio. wurden ausgegeben. Davon flossen nach Angaben Guerreros 12 Mio. Euro direkt in Projekte in arme Länder.

Die 18 Mio. Differenz beim Peterspfennig habe man durch einen Rückgriff auf vorhandenes Vermögen ausgeglichen. Fast unverändert blieben im Corona-Jahr die übrigen Spenden und Zuwendungen, unter anderem der Diözesen, an den Vatikan. Insgesamt haben sich die Einnahmen im Coronajahr 2020 um 58,5 Mio. Euro verringert, sagte Guerrero. Er führte dies auf den Rückgang von Besuchern und die allgemeine wirtschaftliche Weltlage zurück.

Von: apa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Vatikan bekam auch finanziell die Coronapandemie zu spüren"


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PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

Das verkraftet der Vatikan schon.

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

I denk do Vatikan san di leschtn wosn Blerrn missn wegn ziwianig Geld

Staenkerer
1 Monat 27 Tage

wenn des der vatikan nit verkroftet werr nor?
übrigens: isch nit genau der vatikan noch dem vorbild jesu: bescheidenheit, verzicht, genügsamkeit gegründet wortn? wenn jo, mog er woll no viel einbüßen um sell ziel zu ereichen…..

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 27 Tage

Die sogenannten Jesuiten, zu denen der Papst und auch der Wirtschaftspräfekt zählen, haben, anders als der Name vermuten lässt, ziemlich wenig mit der Lebenseinstellung Jesu zu tun.

Roby74
Roby74
Superredner
1 Monat 26 Tage

@Staenkerer
Jo genau!👍🏻Dei tien ins a olm lai Wosser firpredigen und selbr saufen sie in Wein!!!🙄🤦🏼‍♂️I persönlich holt net viel von denn “Verein”….

Wespe
Wespe
Grünschnabel
1 Monat 27 Tage

Bitte Spenden für den Vatikan!!

pingoballino1955
1 Monat 26 Tage

Kein Problem,ist eh nur zusammengerafftes Geld!

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Dei tian miar weitaus, am wianigschtn Load .

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