Ziad Doueiri muss vor das Militärgericht

Venedig-Sieger Zidad Doueiri in Beirut festgenommen

Montag, 11. September 2017 | 16:32 Uhr

Nach der Auszeichnung seines jüngsten Films beim Filmfestival von Venedig ist der französisch-libanesische Regisseur Ziad Doueiri bei der Rückkehr am Flughafen von Beirut festgenommen worden. “Sie haben mich zwei Stunden lang festgehalten und meine französischen und libanesischen Pässe eingezogen”, sagte Doueiri am Sonntagabend nach seiner Freilassung.

Am Montag erhielt er seine Ausweise zurück. Nach einer mehrstündigen Anhörung vor einem Militärtribunal in Beirut hob der Filmemacher vor Journalisten demonstrativ seine Pässe hoch. “Mein Mandant wurde freigelassen, gegen ihn wurde keine Anklage erhoben”, sagte sein Anwalt Nadschib Lian. Der Fall sei “definitiv abgeschlossen”.

Laut Agenturberichten sagte ein Justizbeamter, sei Doueiri “unter der Bedingung freigelassen worden, dass er den Behörden seinen Aufenthaltsort nennt”. Es sei zudem noch möglich, dass sich ein Militärgericht mit der “Straftat der zuvor nicht genehmigten Einreise in ein verfeindetes Land” befasse.

Rechtsanwalt Lian sagte dagegen, die für diesen Straftatbestand geltende Verjährungsfrist von drei Jahren sei bereits abgelaufen. Außerdem habe sein Mandant vor den Dreharbeiten in Israel einen Antrag bei den libanesischen Behörden gestellt, aber nie eine Antwort erhalten. Doueiri sagte, er sei freigekommen, weil er “keine kriminelle Absicht” gehabt habe.

Der Regisseur hatte in Venedig seinen neuen Film “The Insult” gezeigt, der ihm glänzende Kritiken einbrachte. Am Samstagabend zeichnete die Jury den Palästinenser Kamel El Basha als besten Schauspieler für seine Rolle in dem Drama aus. In den Libanon war Doueiri gereist, um dort am Dienstag an der Premiere seines neuen Films teilzunehmen.

Nach seiner Festnahme hatte Doueiri gesagt, er sei “zutiefst verletzt”. “Ich kehre mit einem Preis der Mostra in den Libanon zurück, zudem hat die libanesische Polizei die Ausstrahlung meines Films zugelassen.” Er habe keine Ahnung, wer hinter der Affäre stecke, werde es aber sicherlich vor Gericht erfahren, fügte der Filmemacher hinzu.

Libanesische Aktivisten fordern seit Tagen eine “Entschuldigung” Doueiris für seinen vorletzten Film “The Attack”. In Doueiris Adaption von Yasmina Khadras Bestseller-Roman “Die Attentäterin” geht es um einen israelisch-arabischen Arzt, dessen Frau einen Selbstmordanschlag begangen hat. Der Film ist im Libanon verboten, da er zum Teil in Israel und mit israelischen Schauspielern gedreht wurde.

Dagegen wurde “The Insult” vom Libanon ausgewählt, um ins Rennen um die Oscar-Nominierungen für den besten ausländischen Film zu gehen.

Er wisse nicht, was ihm vorgeworfen werde. Die Jury des Filmfestivals hatte am Samstag den Palästinenser Kamel El Basha als besten Schauspieler für seine Rolle in Doueiris jüngstem Film “The Insult” ausgezeichnet, das Drama hatte zudem glänzende Kritiken bekommen. “Ich bin zutiefst verletzt. Ich kehre mit einem Preis der Mostra in den Libanon zurück, zudem hat die libanesische Polizei die Ausstrahlung meines Films zugelassen”, sagte der Filmemacher.

Er habe keine Ahnung, wer hinter der Affäre stecke, werde es aber sicherlich vor dem Gericht erfahren, fügte er hinzu. Libanesische Aktivisten fordern seit Tagen eine “Entschuldigung” Doueiris für seinen vorletzten Film “The Attack”. In Doueiris Adaption von Yasmina Khadras Bestsellerroman “Die Attentäterin” geht es um einen israelisch-arabischen Arzt, dessen Frau einen Selbstmordanschlag begangen hat. Der Film ist im Libanon verboten, da er zum Teil in Israel und mit israelischen Schauspielern gedreht wurde.

Von: APA/ag.

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