Plan zum Wiederaufbau nach Erdbeben in Mittelitalien präsentiert

Vier Milliarden Euro Schäden durch Erdbeben in Italien

Freitag, 23. September 2016 | 12:14 Uhr

Ein Monat nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien mit 297 Todesopfern hat der italienische Premierminister Matteo Renzi am Freitag die Schäden auf vier Milliarden Euro beziffert und einen Plan für den Wiederaufbau der betroffenen Region vorgestellt. “Wir werden die zerstörten Gemeinden wieder aufbauen, sie werden wenn möglich noch schöner werden”, versprach Renzi.

Finanzierungen für den Wiederaufbau der vom Erdbeben betroffenen Kommunen seien im Haushaltsgesetz für das kommende Jahr geplant. 15 Millionen Euro Spenden seien gesammelt worden. Angesichts des bevorstehenden Winters müsse man die Menschen aus den Zeltlagern bringen, meinte der Premier. 3.000 Personen sind derzeit obdachlos.

Nachdem eine Schlechtwetterfront seit Tagen das zerstörte Gebiet zwischen den mittelitalienischen Regionen Latium und Marken schwer belastet, wollen die in Mitleidenschaft gezogenen Gemeinden Maßnahmen für die betroffene Bevölkerung ergreifen. Seit Freitag werden in Amatrice, dem Epizentrum des Erdbebens, die Obdachlosen-Zelte abgebaut. Viele Obdachlose wurden in Hotels untergebracht.

Angesichts des bevorstehenden Winters könnten die Obdachlosen in der Berggemeinde nicht in Behelfslagern leben, sagte der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi. Die Bergortschaft, die beim Erdbeben die schlimmsten Schäden erlitten hat, liegt auf einer Höhe von 1.000 Metern. Die Regierung will statt Zelte Bungalows für die betroffenen Familien aufstellen. Dies wird jedoch noch einige Monate dauern.

Inzwischen bebt die Erde weiter. Am Donnerstagabend wurde ein Erdstoß mit Magnitude 3.8 mit Epizentrum nahe den Ortschaften Norcia, Accumoli und Arquata del Tronto registriert. Accumoli und Arquata del Tronto waren beim Erdbeben am 24. August zerstört worden.

Von: apa

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