Es ist der dritte Film des Regisseurs

Von Donnersmarcks neuer Film feiert in Venedig Premiere

Dienstag, 04. September 2018 | 13:10 Uhr

Der neue Film des deutschen Oscarpreisträgers Florian Henckel von Donnersmarck (45) ist am Dienstag beim Filmfestival Venedig etwas verhalten aufgenommen worden. “Werk ohne Autor” wurde am Vormittag in einer ersten Vorführung für Journalisten gezeigt. Zum Abschluss des mehr als drei Stunden langes Films gab es einigen Beifall.

Die Weltpremiere stand für den Abend auf dem Programm. “Werk ohne Autor” ist der einzige deutsche Beitrag im diesjährigen Venedig-Wettbewerb. Er wurde in der vergangenen Woche auch als deutscher Oscar-Kandidat für den besten nicht-englischsprachigen Film ausgewählt.

Der Film erzählt von einem Künstler, der zur NS-Zeit aufwächst, im SED-Regime erste Erfolge feiert und nach seiner Flucht schließlich in Westdeutschland einen Neuanfang wagt. Dabei sind Parallelen zum Leben des Malers Gerhard Richter (86) zu erkennen. Die Hauptfigur heißt hier allerdings Kurt (Tom Schilling, “Oh Boy”). Dieser verliebt sich in Elisabeth (Paula Beer), doch die Beziehung zu ihrem Vater (Sebastian Koch) ist kompliziert.

Für den 45-jährigen Henckel von Donnersmarck ist es das erste Mal, dass er mit einem Spielfilm im Wettbewerb eines großen Festivals vertreten ist. Sein Langfilmdebüt “Das Leben der Anderen” war 2006 nicht bei der Berlinale angenommen worden; im folgenden Jahr gewann das Stasi-Drama dann aber den sogenannten Auslands-Oscar. 2010 folgte in den Kinos “The Tourist” mit Johnny Depp und Angelina Jolie. “Werk ohne Autor” ist der dritte Film des Regisseurs.

Beim Filmfestival Venedig konkurrieren dieses Mal 21 Beiträge um die Hauptpreise. Die wichtigste Auszeichnung ist der Goldene Löwen für den besten Film.

Von: APA/dpa