Selbst Buffon wird der Prozess gemacht

“Wie ein zehnjähriges Kind”

Freitag, 08. Juli 2016 | 08:00 Uhr

Bordeaux/Rom – Selbst Tage später schmerzt das Viertelfinalaus der Squadra Azzurra gegen "La Mannschaft" aus Deutschland immer noch und auch wenn man mit der Turnierleistung der italienischen Nationalmannschaft, die den amtierenden Europameister Spanien eliminiert und das Spiel gegen den Weltmeister bis zum Elfmeterschießen offen gehalten hatte, zufrieden ist, so wird nun doch den „Schuldigen“ der mediale Prozess gemacht.

Nachdem der tänzelnde Anlauf und anschließende Fehlschuss von Zaza im Netz für großes Gespött sorgte und sich Pellè für seine „Löffelchen-Geste“ herbe Kritik einholte, gerät nun selbst Tormannlegende Gianluigi Buffon ins Visier der Presse.

Die Zeitung "Il Fatto Quotidiano" nimmt Buffons abergläubische Angewohnheit seinen Teamkollegen beim Elfmeterschießen nicht zuzusehen, aufs Korn, und meint, dass sich Buffon wie ein zehnjähriges Kind benimmt, und nicht wie ein Champion, der auf die 40 zugeht.

Dann wird die Zeitung richtig giftig

„Wieso sagt niemand Buffon, mit dem Geschehen in Verbindung zu bleiben? Es wäre nützlich. Nicht nur, dass er es vermeiden würde, seinen Teamkollegen Angst und Panik zu vermitteln, er könnte beim Betrachten von Neuer, der wirklich kein schlechter Torhüter ist, auch etwas lernen. Mehr noch, Gigi Buffon könnte beim Betrachten Neuers Dinge verstehen, die einem normalen Feldspieler verschlossen bleiben, und so seinem Teamkollegen, der sich zum Elfmeterpunkt aufmacht, einen Tipp geben.“

Das mag man ja diskutieren können, aber die meisten Italiener finden das Reinigen von Schmutzwäsche in der Öffentlichkeit mittlerweile nur mehr ermüdend. Wenn man es recht betrachtet, ist gerade Gigi Buffon hauptverantwortlich dafür, dass es die Squadra Azzurra überhaupt bis ins Elfmeterroulette schaffte.

Von mehreren Glanzparaden sticht besonders eine gegen Gomez deutlich hervor, wie dieses unglaubliche Video zeigt.

Von: ©ka