Wirtschaftskrise hat sich negativ ausgewirkt

Zahl der in Italien in Armut lebenden Kinder verdreifacht

Samstag, 01. April 2017 | 11:30 Uhr

Die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat sich negativ auf die Lebensqualität der Kinder in Italien ausgewirkt. 1,1 Millionen Minderjährige leben in absoluter Armut, wie aus einem am Samstag veröffentlichten Bericht der Kinderschutzorganisation “Save the Children” hervorgeht. Das entspreche einer Verdreifachung binnen zehn Jahren.

Kinder bekommen in Italien zurzeit die schwierige Beschäftigungslage der italienischen Familien hart zu spüren. Auch die Einsparungen der Gemeinden, die die sozialen Dienstleistungen stark kürzen, wirken sich negativ auf die Lebensqualität der Kinder aus, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Das Kinderschutzwerk warnt vor zunehmender Armut vor allem in Süditalien, die immer stärker Minderjährige betreffe. Hier seien die Ausgaben der Familien für Schule und Bildung am stärksten reduziert worden. Am schwierigsten sei die Lage in Kampanien mit Neapel. Italien-weit ist Sizilien die Region, in der die meisten Kinder die Schule ohne Abschluss verlassen.

“Armut bedeutet weniger Bildungsmöglichkeiten und weniger berufliche Chancen. Kindern muss nicht nur das Recht garantiert werden, die Schule zu besuchen, sondern auch weitere Aktivitäten zu betreiben, die ebenfalls relevant sind, wie Sport und Musik, dank derer sie ihre Leidenschaften und Talente entdecken können”, erklärten die Verfasser der Studie. Die Kinderschutzorganisation entwickelt seit zehn Jahren Programme zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

Von: apa